428 A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
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künde 42 (1909) vor, zu der mir dann für die spätere Zeit die Stamm-tafel, herausgegeben vom Verein der deutschen Standesherren, als Er-gänzung diente.
Bei den sächsischen Grafen von Wöltingerode, Woldenberg u. s. w.haben wir eine vortreffliche, von G. B o d e bearbeitete Stammtafel (Zeitschr.des Harzver. f. Geschichte, Bd. 23). Bei unserer Bearbeitung ist der zumniederen Adel herabgesunkene Zweig (Nr. 81—85) natürlich beiseite ge-lassen worden. Die Familie zeigt sehr viele Mitglieder des Klerus, aberauch eine grosse Zahl von unverheirateten Laien. Die Wirkungen sinddrastisch. Burchard III., Graf von Woldenberg (f vor 1273), hattemindestens 4 Söhne und 1 Tochter. Der eine Sohn wurde Bischof vonHildesheim, zwei waren unverheiratet (der eine wohl früh gestorben), nureiner heiratet, und mit dessen Sohne, der nur sechs Jahre nachweisbar ist,erlischt der Zweig. Der Bischof überlebte alle. Sein Bruder Heinrich II.(f vor 1254) hatte 3 Söhne und 4 Töchter. Der eine Sohn ward Bischofvon Hildesheim, die beiden anderen heirateten: a) Hermann V. hat4 Söhne und 2 Töchter. Von den Söhnen wurde einer Mönch in Rid-dagshausen, der zweite in Amelungsborn, der dritte Domherr in Hildes-heim, der vierte nur vier Jahre nachweisbar, b) Heinrich V. hatte 3 Söhneund 4 Töchter. Von den Söhnen einer Deutschordensritter, die beidenanderen Domherren. Damit ist auch dieser Zweig verdorrt.
Der dritte Zweig zeigt viele Junggesellen des Laienstandes. Esfolgen sich Generationen nach Hermann III., wobei die Nachkommen-schaft der Töchter und die im Stande gesunkenen ausgeschlossen sind:6 Söhne, 1 Tochter — 19 Enkel, 11 Enkelinnen — 8 Urenkel und 5 Ur-enkelinnen — 1 Ururenkelin. 1379 ist das Haus im Mannesstamme aus-gestorben.
Bei den Grafen von Nassau habe ich die v. B ehr sehe Stammtafeldurch die Angaben bei Kisky bereichert. Bei den Grafen von Castellfolgte ich Friedrich Stein: Geschichte der Grafen und Herren zuCastell. Schweinfurt 1892.
Freiherren von Bechburg (ausgestorben 1386) und Falkenstein (aus-gestorben 1568), beide eines Stammes, in älterer Zeit den Grafentitelführend, Geneal. Jahrb. der Schweiz (Merz). Die Falkensteiner imBuchsgau sind hier sorgfältig von anderen gleichen Namens gesäubert. —von "Wart (ausgestorben mit den Söhnen des Königsmörders 1364) ebenda(Hegi), — von Göskon (ausgestorben 1382) ebenda (Merz).
Für die Ochsenstein und Lichtenberg die Stammbäume bei J. G. Leh-mann, Urkundliche Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Dochergänzte ich nach den Registern des Strassburger Urkundenbucb.es beiOchsenstein zwei Domherren Berthold und Johannes, einen Laien Ulrich;bei Lichtenberg einen Propst Rudolf, zwei Domherren, Ludwig und Simon