420
A. Schulte. Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Es ist kein Zweifel, dass der Konvent von "Weihenstephan vonmindestens Abt Sigmar 1 ) an im wesentlichen aus Ministerialen bestand.Ob er vorher vornehmer war, mag dahingestellt bleiben, wie ich auchnicht behaupten kann, dass der Konvent um 1250 ausschliesslich adlig■war. Die nähere Untersuchung muss der lokalen Forschung überlassenbleiben 2 ).
XIX.Tabelle über die Stiftungen des alten bayrischen Stammesgebietes.
Innerhalb der Bezirke Kärnten, Krain, Oberösterreich und des bayeri-schen Anteiles im Königreich Bayern lagen folgende Klöster, die ich nachder chronologischen Reihenfolge Lindners, Monasticon metropolis Salz-burgensis antiquae, Salzburg 1908, dem ich die Verantwortung über-lasse, bringe.
Grün-dungs-zeit
NameOb untersucht
Min.
Hof-ämter
Jemals
frei-ständisch
ca. 717
vor 739ca. 739ca. 739
741
ca. 746ca. 747
ca. 747
748vor 755
Freising (St. Benedikt), nicht unter-sucht ..........
St. Emmeram........
Passau (St. Stephan), nicht unters.
Osterhofen, 909 untergeg., späterChorherren, Prämonstrat., nichtuntersucht, Material arm . . .
Niederaltaich........
Tegernsee .........
Altomünster, im 10. Jahrh. eingeg.,dann Ben., 1047 an Nonnen, nichtuntersucht, Material arm . . .
Isen, zwischen 1025 u. 1129 an Chor-herren, Material dürftig, n. u. .
Mondsee.........
Moosburg, 1004 Kollegiatstift, Mate-rial dürftig, nicht untersucht
ja
J aja
wenige
einige
?ja
wahrsch.
wahrsch.
cuiusdam regalis clientele S. 425. Von der Familie von Weihenstephanselbst: S. 402 (Oudalschalch ministerialis s. Stephani). S. 428 (Reginhalmex ministerialibus vel ex familia saneti Stephani). Ministerialen v. Eich-städt (S. 403). Ungewisser Zugehörigkeit (S. 387 Dorrinpach) u. a.
') Sein Nachfolger stammte aus Admont.
2 ) Ich habe auch (ohne wesentlichen Nutzen) Gentner, Gesch.des Ben.-Kl. Weihenstephan in Deutinger, Beyträge z. Geschichte desErzbistums München-Freysing, Bd. 6, herangezogen.