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[Hauptbd.] (1910)
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419
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Exkurs XVIII. Standesverhältnisse in bayrischen Klöstern. 419

Von den Aebten sind mehrere als frei zu erweisen: Reginbold(10131024), dass er Abt von Lorsch und Bischof von Speier wurde,spricht für edle Geburt; Bkbert (1047), stammte aus Hersfeld und wurdeAbt von Fulda; Ruodpert I. (10851115) hatte Meginhard zum Vater,der an einem Orte eine Eigenkirche hatte, also sicher edel war'); Ruod-bert IT. (um 1165) war ein Verwandter des Otto de Ascheim nobilis 2 ).Der Abt Konrad (1183) war aber nach der Chronik aus der Zahl derMinisterialen hervorgegangen und im Kloster erzogen worden 8 ). Obdiese königliche Abtei wirklich ein freiständisches Kloster war, bleibtalso ebenso ungewiss, wie es unsicher ist, ob der Abt Reichsfürst war*).

Bei keinem bayrischen Kloster ist das Material über die Aufnahmevon Mönchen und Nonnen so reich wie bei Weihenstephan. Die älterenNachrichten beziehen sich auf Edelgeborene oder Leute, deren Standnicht zu bestimmen ist 5 ). Die erste unzweifelhaft auf eine Ministerialen-familie sich beziehende Nachricht fällt in die Zeit des Abtes Sigmar(11381147), unter dessen Leitung das Kloster, das schliesslich nurnoch wenige Mönche enthalten hatte, sich wieder hob 6 ). Da handeltes sich um eine Frau aus der Familie des Domstiftes, die mit ihremGatten in Weihenstephan eingetreten war und ihre zwei Söhne amAltare opferte 7 ). Ministerialen finden sich dann in grosser Zahl, sei es inManns-, sei es im Frauenkloster 8 ). Aus der Zeit vor 1177 sind 17 Fällevon Eintritten von Kindern von Ministerialen oder Familiären zu belegen.

perdus pro Rumoldo filio neptis sue. 26. Nobilis Gebolf . . . pro victuet vestitu filii sui Duringi.») III, Nr. 34.

2 ) III, Nr. 75.

3 ) de familia ministerialium ortus et in monasterio nutritus." M. G.SS. 20, S. 15. Ihm folgte sein Stiefbruder.

") Vgl. Ficker, Vom Reichsfürstenstande 1, § 237.

s ) Unter dem ersten Abte sind zehn Eingetretene nachzuweisen,darunter vier nobiles. Aus der folgenden Zeit fünf (darunter zwei nobilesoder liberi).

6 ) Mon. Boica 9, S. 474.

7 ) M. B. 9, S. 384.

8 ) Vielleicht ist schon Sigihardus de Waltherskirchen S. 380 einMinisteriale. Später Ministerialen des Bistums Freising: S. 385 (Aribode Pacchen). S. 389 (Regimar mit Gattin). S. 390 (Math, de Marci-lingen mit Gattin). S. 392 (Willipoldus). S. 398 (de fam. Geroldus).S. 406 (Suanihiltorf). S. 417 (Pero de Asche, vgl. S. 542). S. 426 (Isin-grim). S. 430 (Pacharn, Cacharn). S. 438 (Gotprehteshoven). S. 447(Regimar). S. 455 (Hittenvurt). Reichsministerialen: Rahewin filius

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