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Exkurs XVI u. XVII. Kaufungen. Bayrische Klöster. 411
Auf die Grafen von Katzenelnbogen, Ziegenhain, Sayn, Waldeck,Anhalt, Plesse, Rieneck (am Main), Everstein, "Weilnau, "Wertheim, Diep-holz und Hohenstein ist nicht weiter einzugehen. Unter der Eva vonErenstein könnte eine Gräfin von Schwarzburg-Blankenburg sich ver-bergen, die in Erenstein (bei Stadtilm) bis 1452 eine Herrschaft hatten.
Die Itter gehören ins Waldeckischc, die v. Stein an die Nahe(Oberstein), die Braunecks waren ein Zweig der Hohenlohe, die Vögtevon Hunoltstein waren aus dem Gebiete der Saar. Aspremont bleibtungewiss, diese Familie war aber 1356 auch in Quedlinburg vertreten.Harenberg 1077.
XVII.Nachweise über die Minisierialität in bayrischen Klöstern.
Tegernsee (Reform 978: Monachi regulam professi sunt). DasKloster hatte zahlreiche Ministerialen, die bei den Rechtshandlungendes Codex traditionum') oft in erheblicher Zahl anwesend waren. Ichzähle im ganzen 24 Familien, die zunächst als „servitores", dann als„ministeriales" auftreten. S. 43 begegnet zum ersten Male eine Auf-zählung von servitores (das ist unter Abt Eberhard 1068—1091), einzelneNamen begegnen schon früher, zuerst S. 13 (Wecheringen und Mosach)unter Abt Ellinger (1017—1026. 1031—1040). Alle vier Hofämter kannich gleichzeitig erst 1275 (S. 225) nachweisen, allein sie sind viel älter,ein Truchsess findet sich schon unter Abt Konrad (1134—1154, S. 97):Routprecht dapifer et frater eius Oudalricus, er gehörte, wie die Vor-namen beweisen, derselben Familie an, die bis zu ihrem Aussterbendasselbe Amt inne hatte (bis 1338 nachgewiesen M.B. 6, S. 345), denTruchsessen von Reicherspeuren. Camerarii finde ich schon ziemlichfrüh zwischen Dienstmannen (S. 33. 39).
Das Kanonissenstift zu Geisenfeld (gestiftet um 830) 2 ), hat einestarke Ministerialität gehabt. Zeuge ist fast jede Seite des Traditions-
') Abgedruckt M. B. 6, S. 9—150, die Zeit von 1008—1206 um-fassend. Der Druck enthält 382 Stücke, die Handschrift enthält noch35 weitere, die ich aber nicht herangezogen habe.
2 ) Die Geisenfelder Quellen in Mon. Boica Band 14. Das dortveröffentlichte Traditionsbuch habe ich im Originale durchgesehen, wo-bei sich manche Aufklärung ergab; es findet sich dort auch ein Urbar.Ausserdem ist eine für die Organisation der Kanonissenstifter wertvollePfründenordnung in den Quellen und Erörterungen zur bayrischen unddeutschen Geschichte Bd. 1, S. 413—441 veröffentlicht.
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