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[Hauptbd.] (1910)
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Exkurs XI. St. Galler Mönche seit 1200.

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Aus den Zeugenaussagen lernen wir neu Wilhelm von Montfortaus dem grossen Grafenhause und einen weiteren Wildenstein (P. von)kennen. Dieser versehwindet spurlos, jener wurde nach dem freiwilligenRücktritte des Abtes Rumo von Ramstein, Dez. 1281, Abt und leitete20 Jahre das Kloster, musste allerdings von 12881291 mit Konrad vonGundelfingen, dem Abte von Kempten 1 ), um diese Würde kämpfen.

Aus dem St. Galler Totenbuche lernen wir dann noch acht Mönchemit ihrem Geschlechtsnamen kennen; es sind aus dem 13. Jahrhundertdie Subdiakone Conrad von Falkenstein und Rudolf von Ramstein,der Priester Hermann, genannt von Ottenbeuren, und der Bischof vonKonstanz Rudolf IL, Graf von Habsburg. Bei ,Hermannus dictusde Uttinburron monachus atque presbiter' denkt man zunächst, dass ernach einem anderen Benediktinerkloster genannt wurde; in der Tat abergab es ein nach demselben Orte sich benennendes Edelgeschlecht 2 ).Und bei dem Grafen von Habsburg steht fest, dass er auch Domherrwar, er muss also sehr früh das Kloster verlassen haben 3 ).

Für das 14. Jahrhundert liefert uns dieselbe Quelle noch einenPriester, Berthold von Falkenstein (26. März), und einen Subdiakon,C. von Zimmmern (1355. 19. April).

Ausserdem erfahren wir die Namen von zwei Konversen des 13. Jahr-hunderts, es werden die MemorienWerinheri de Tiufinouwe monachiatque conversi (73) und desWaltheri de Clingen laici atque conversi"( I5 /6) begangen; letzterer scheint noch dem 12. Jahrhundert anzugehören.Die Bdelfreiheit der Klingen steht ausser Frage, ein etwa Tiefenausich nennendes Geschlecht habe ich in Schwaben nicht gefunden; aberauf einen Konversen kommt es ja auch nicht an.

So bleibt nur die Person des Geschichtschreibers Conrad von Fa-baria über, den Meyer v. Knonau als Mönch und zugleich alsPriester des hl. Othmar als Besorger des Pfarrsprengels bezeichnet 4 ).In der Chronik nennt er sich nun aber nicht selbst etwa Mönch, sondernbezeichnet sich alsCuonradus prespiter sancti Othmari dictus de Fabaria"(S. 167). In all den Zeugenreihen erscheint jedoch nur ein einziges Malder Pfarrherr innerhalb der Konventsbrüder, da aber handelt es sich umeine Kaiserurkunde Friedrichs I.:Uodalricus praepositus, magisterLotharius, Uodalricus de s. Othmaro, Hartnidus sacrista omnisque con-

') Ueber ihn Meyer v. Knonau Anm. 352.

2 ) Vgl. Würt. ÜB. 2, S. 423 zu 1182 unter den nobiles.

3 ) Hermann zum 9. Dezember, Rudolf zum 3. April. Vgl. Regestender Bischöfe von Konstanz Nr. 2355, wo aber ein Irrtum insofern vor-liegt, als nur die Jahreszahl im 17. Jahrhundert hinzugefügt ist.

4 ) Mitteil. 17, XVII.