Exkurs IX. St. Emmeram. Traditionen beim Eintritt.
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Abt Bernger (1043—1048).
29. Quidam nobilis vir Timo (in der Ueberschrift: comes) dedit..,houbam I. ... pro annona fratris sui Piligrimi, quem ad vitam monasticamobtulit. Trad. Nr. 311. Pez 123.
30. Quidam vir illustris nomine Meginhardus . . . tradidithobas IL . . ., ut frater suo nomine Gamanolfus, qui inspirante Deomonachali ae subdidit iugo in eiusdem s. E. cenobio, exinde habeat an-nonam et cetera, que monastica mandat institutio. Trad. 334. Pez 125.
Durch diese Traditionen erfahren wir von 29 Mönchen, die zumTeil in höherem Lebensalter in das Kloster eintraten. Bei 21 derselbenist durch das Prädikat nobilis die Edelfreiheit gesichert, bei 2 weiteren(Nr. 26 u. 30) durch die Bezeichnung: illustris. Einer (15) hat edelfreieVerwandte. Schwierigkeiten bieten nur 4 Personen. Bei Adalpert (6)und Chadalhoh (7) fehlen Standesbezeichnungen, es werden aber in beidenFällen „mancipia" tradiert, die in jener Zeit sicher noch nicht im Eigentumvon Unfreien standen. Der ehemalige Erzpriester Engilmar (17) ist einesehr vornehme Person. Alle drei Personen waren sicherlich mindestensGemeinfreie. So bleibt nur der Regensburger Hagano übrig (27. 28),der als freies Eigen grössere Güter besass. Freie innerhalb der Bürger-schaft von Regensburg sind mehrfach zu erweisen. Ein Unfreier hättedamals schwerlich grossen Grundbesitz ausserhalb der Stadt besessen.
Somit ergibt sich, dass bei keinem der 29 Mönche und Konversenein Grund vorliegt, ihn für unfrei zu halten, die überwältigende Mehr-zahl ist freiedler Abkunft.
Man wird sofort einwenden, dass die Zahl von 29 Eintretenden fürfast 90 Jahre bei einem blühenden Kloster nur die Minderzahl allerMönche ergeben kann. Das Nekrologium') gibt uns in der Tat in derNiederschrift seiner ältesten Hand eine weit grössere Zahl an: 42 Priester,7 Diakone, 6 Subdiakone, 2 Konversen und 19 aus dem LaienstandeUebergetretene, darunter haben wir manche Bekannte: Ekkibert (14),Balderich (19), Petto (21), Sigihard (4. 5), Timo (9), Urolf (23) und Willi-halm (1).
"Weit nützlicher wird es sein, die übrigen Geschichtsquellen heran-zuziehen. Der Abt Ramwold war Dechant und Propst von St. Maximinbei Trier gewesen, das vielleicht ein freiherrliches Kloster war; Arnoldvon St. Emmeram sagt, er sei mit dem hl. Wolfgang bei dem Erz-bischofe Heinrich von Trier Kaplan gewesen, nichts spricht also gegeneine freie Geburt. Der Abt Burchard ist 1030 aus der Reichenau be-rufen worden, das mindestens seit Ende des 12. Jahrhunderts durchaus
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') M. G. Necrologia 3, S. 301—334.