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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Augsburg: spätestens 1208 Siegfried von Rechberg, Reichs-ministeriale. Simon bezeichnet schon Hartwig I. von Hohenstein (1167bis 1184) als nicht edel. Das ist ein Irrtum. Die Acta St. Petri in Augia(Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrh. Bd. 29) geben für das Geschlecht folgendeAngaben: „"Wernerus Guse, miles de Obrosteten, cum consensu dominisui Alberti de Hohenstein" (S. 46). „Albertus, miles libere conditionis deHohenstein, qui multum dilexit Augiam" (S. 46). „Mortuo Alberto,milite libero de Hohenstein" (S. 44). Albert war Lehensmann des Frei-herrn Berthold v. Neiffen (S. 47 f.) wie der Markgrafen von Baden: „Do-minus de Hohinstein, dum semel in Pentecosten multos tarn dominosquam amicos suos convocasset et apud Hohinstein teneret magnam curiam,interessent etiam illo festo marchiones de Baden" (S. 73). Aus Weissenauwissen wir auch das Geschlecht des Bischofs, er weihte eine Kirche amHange der Rauhen Alb, inmitten des Besitzes seiner Familie. Von denBischöfen Udalschalk (1184—1202) und Hartwig II. (1202—1208) ist unsder Familienname unbekannt; letzterer war der Sohn eines Klerikers undeiner Novize.
Hildesheim: "Wohl 1221 Konrad II., ein Kuriale unbekanntenGeschlechtes, Pönitentiar des Papstes. Simon, S. 80, hält schon denBischof Hartbert von Dalem (1199—1216) für nicht mehr edelfrei. DiesesGeschlecht war ursprünglich edelfrei; da Hartbert schon 1178 im Dom-kapitel erscheint und 1194 noch einer des Geschlechts als nobilis tituliertwird, ist nicht einzusehen, warum denn auch der Bischof schon unfreigewesen sein soll. Vgl. Lamay, S. 55.
Eichstätt: 1223—1225 Friedrich v. Hofstetten. Diese warenSchenken der Grafen von Hirschberg, der Vögte des Bistums.
Verden: 1231 Lüder von Borg.
Worms: 1234 Landolf von Hoheneck, wohl Reichsministeriale.
B amberg: 1242 Heinrich I., Protonotar Kaiser Friedrichs II., un-bekannten Geschlechtes, vielleicht aus der Familie der Mönch von Bilvers-heim (Rosenberg), seine Mutter jedenfalls nicht edel.
Osnabrück: 1259 Baldewin v. Ruslo, Ministeriale des eigenenStiftes, vorher Propst, vom Kapitel erwählt.
Strassburg: 1306 Johann I, von Dürbheim, Kanzler KönigAlbrechts, unehelich, wahrscheinlich Sohn eines Freiherrn. Von der Kurieernannt.
Utrecht: 1322 erwählte das Kapitel den Stiftsministerialen Jakobvon Oudshoorn, der sich aber nicht behaupten konnte.
Paderborn: 1361 Heinrich Spiegel, aus einem Geschlechte derStiftsministerialität. Vom Papste providiert. Mag. Oliverius (1225) habeich seinem Stande noch nicht bestimmen können, er ist eine ganz eigen-artige Person.