Exkurs II. Liste von Missheiraten.
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9. Spanheim-Bolanden. Graf Heinrich I. v. Sp. und Kuni-gunde, Tochter Philipps V. von Bolanden (t 1276). Kinder vorhanden.
10. Schenkenberg (Löwenstein)-Bolanden. Albrecht vonSeh. (später Graf v. L.), Bastardsohn König Rudolfs, und Luckardis,Tochter desselben Philipps V. Kinder vorhanden.
11. Baden-Bolanden. Die eben Genannte heiratete als Witweden Markgrafen Rudolf IV., Herrn zu Pforzheim, der später nochmalsheiratete. Ebenbürtige Nachkommen.
12. Hohenlohe (Brauneck) -Falkenstein. Gottfried v. Br.(— 1311). Gem. Elisabeth von Palkenstein, Tochter Philipps v. P. 1293.Kinder vorhanden.
13. Solms-Palkenstein. Reinbold IL, Graf von Sohns (f 1302)und Gisela v.P., Schwester der Elisabeth (f 1314). 1308. In eine zweite Ehe
14. Breuberg-Palkenstein trat sie mit Arrosius von Breu-berg. 1313.
15. Eppenstein-Minzenberg (a. d. H. Palkenstein). Siegfriedv. E. und Isengard, Tochter Werners I. v. F.-Minzenberg, vor 1298.1303—1308. Ueber die Sanierung später.
[5. oder 6. Generation.] 16. Westerburg-Falkenstein. Rein-hard I. von Westerburg und Bertha v. F. (f 1342). Eheberedung 1331.Brinckmeier, Gesch. des Hauses Leiningen 2, S. 70.
In die 6., vielleicht 5. Generation dürften die beiden Ehen einerKunegundis von Bolanden zu setzen sein.
17. Bruchsal-Bolanden.
18. Zweibrücken-Bolanden.
Für diese Ehen haben wir nur ein Zeugnis. Es ist eine Urkundevon 1294 für das Kloster Maulbronn. Heinrich Graf von Zweibrückenund seine Gattin Kunegundis domina dieta de Bonlandia cum consensuOttonis fllii sui, quem genuit a domino Ottone pie recordationis dictode Brusella tunc suo legitimo marito, sind die Aussteller, der Sohn siegeltbereits mit, ist also wohl rechtsfähig. Wirt. ÜB. 10, S. 279. Ich glaubedie Stelle so deuten zu müssen, dass Kunegundis aus dem Hause Bon-landen stammt. Das widerspricht freilich der allgemeinen bisherigenAnnahme. Diese gab dem Begründer der Linie Bolanden-Bruchsal,Philipp VI. (bei Lehmann, Gesch. der Burgen: V), eine GemahlinKunegunde von Bruchsal, was jetzt sicher ausgeschlossen ist. Ich sehein ihr eine Tochter oder eine Schwester Philipps VI., und zwar die Erb-tochter, die als „domina de Bonlandia" den Stammsitz der Bonlandenund damit das Amt der Reichstruchsessen an ihren ersten Sohn Ottovon Bruchsal brachte, der 1327 starb. Die Kinder dieses Otto nahmenden Namen von Bolanden an, von ihnen starb der letzte als Letzter desBruchsaler Stammes, nicht des von Bolanden im Jahre 1386. Die Teilung