Die Keform bekämpft das Lehenswesen.
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nisterialität belehnt und nahm an sich, was noch übrig war.In Frankreich — so scheint mir — wurde das Heilmittel ge-funden, die Ablehnung der Ministerialität, die Ausschliessung desLehenswesens. In Deutschland schufen die Reformer Wandel 1 ).Wenn unsere Forschungen auch von einem sicheren Er-gebnisse noch weit entfernt sind, so darf doch wohl als fest-gestellt gelten, dass in die Geschichte des Benediktinerordensein Einschnitt zu machen ist; vor ihm haben oder erhalten dieKlöster eine laikale, meist ritterlich lebende Dienerschaft, nach-her wird das vermieden. Der Einschnitt liegt spätestens beimAuftreten der Hirsauer; schon vorher finden sich Ansätze, sobei den Siegburgern, den Reformen von Gorze. Auf burgundisch-lothringischem Boden muss man weiter forschen.
] ) Früher führte man eine Tat Kaiser Heinrichs II. an, die dasbei einem Kloster vorausgenommen hätte, was in dem Vertrage vonSt. Maria in Turri zwischen Kaiser Heinrich V. und Papst Paschalis II.als Lösung des großen Investiturstreites vorgesehen, aber von dendeutschen Kirchenfürsten und Laien mit gellendem Widerspruche un-möglich gemacht wurde. Nach zwei Urkunden habe der Kaiser demKloster St. Maximin 6656 Hufen genommen und an drei Grosse weiterzu Lehen gegeben, damit sie für das Kloster Heer- und Hofdienst ver-sähen. Nur eine sehr beschränkte Pflicht zur Hoffahrt sei dem Abteverblieben. Die beiden Urkunden aber sind von Bresslau (West-deutsche Zeitschr. 5, S. 36) als Fälschungen erwiesen, sie werden von ihmum 1116 angesetzt, was die Diplomataausgabe billigt. DHU 500 und502. Dopsch ist freilich geneigt, die Maximiner Spuria — wobei unsereDokumente aber nicht ausdrücklich genannt sind — in die zweite Hälftedes 11. Jahrhunderts zu setzen (N. Archiv 25, S. 343 f.), nachdem aucher sie einst später angesetzt hatte (Mitt. Inst. f. österr. Greschichtsf. 17,S. 1—34). Vgl. auch Jörres in Westdeutsche Zeitschr. 8, S. 232—241.Die Aehnlichkeit mit dem Versuche von 1111 ist wohl ein Argument fürFälschung nach diesem Termin.
Schulte, Adel u. deutsche Kirche im Mittelalter.
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