Ministerialität in oberösterreichischen Klöstern.
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berief dorthin aber sehr bald Sanblasianer; er reformierteSt. Florian, wo er regulierte Chorherren einführte, ebensoSt. Polten in Niederösterreich, dann auch das alte, 777 vonTassilo gegründete Kremsmünster, das in Besitz der Bischöfevon Passau gekommen war, und wo er skandalösen Zuständenein Ende machte.
Die Grossen des Landes ahmten das Beispiel nach: Otto-kar von Steyr begründete 1080—1082 Garsten (Chorherren,1107 oder 1108 Benediktiner von Götfcweig), 1084 der Grafvon Plaien Reichersberg (Augustiner Chorherren), 1089 zogenLambacher Benediktiner ins niederösterreichische Melk, dasnach 1015 die Babenberger begründet hatten. 1109 entstandSeitenstetten, wo die Chorherren bald durch Benediktiner vonGöttweig ersetzt wurden.
Nach unseren bisherigen Ergebnissen wird man in allenReformgründungen keine organisierte Ministerialität erwarten 1 ).
: ) Ich gebe hier die Ausbeute:
Bei M o n d s e e fand ich nur einen Ministerialen: Pabo de Wihen-mertingen. ÜB. ob. d. Enns 1, S. 84 (Nr. 143) und 1, S. 99 (Nr. 185). Daserhaltene Material ist wohl zur Beurteilung ausreichend.
Kremsmünster: „de ministerialibus in Ohremsmunster", folgen7 Namen. 1196 ÜB. ob. d. Enns 2, Nr. 313. Eine Urkunde von 1162macht es -wahrscheinlich, dass auch das Kämmereramt existierte: „exhereditate patris sui Engilgeri prefati cenobii camerarii" Hagn Nr. 34.In Nr. 37 vielleicht neben einem Mönch als Kämmerer auch ein Laie.Achleuthner, Das älteste Urbarium von Kremsmünster, Wien 1877,gibt keine sichere Aufklärung. Schiffmann, Arch. f. österr. Gesch. 87,S. 570 nimmt in Kremsmünster Hofämter an. Vgl. auch Bernardus,Liber de origine et ruina monasterii Oremifanensis cap. 15. De dignitatefamiliarium. M. Gr. Script. 25, S. 645. Hagn, ÜB. für die GeschichteKremsmünsters Nr. 48. ca. 1200 „quosdam ministerialium nostrorum".Nr. 49. Vgl. auch Nr. 50. 55 allgemein „cenobii . . . ministeriales".
Lambach hat einen Stand von Ministerialen. Urteil: „sicutceteri ministerialis de Lambach." ÜB. ob. d. Enns 2, Nr. 227 (1167), „Theo-dericus marscalcus et Theodericus camerarius Lambacenses" HagnNr. 50 zu 1206.
Göttweig. In dem sehr reichen Stoffe nur ein Zeugnis. Eingetöteter Ministeriale von G. wird von dem Vogte von Kremsmünster