Ottenbeuren.
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vielleicht ist es der Verfasser der Klosterchronik gewesen,der am Ende des 12. Jahrhunderts M. 132 in die Gestaltbrachte, wie es uns überliefert ist, und gleichzeitig die Fäl-schung auf den Namen Ottos I. überarbeitete. Die Abschnitteüber die Ministerialität gehören schon der älteren Gruppe an.
Ottobeuren ist also ein Kloster, in dem Hirsauer Obser-vanz sich behauptete, vor allem der Konvent nicht exklusivfreiherrlich gehalten wurde; aus alter Zeit blieb aber die Mini-sterialität bestehen, für die sich der Konvent interessierte, dennes waren ja die Verwandten der Mönche.
Damit ist das weite Gebiet des Algäus erschöpft r ).
Bei dem dem Argengau angehörigen alten FrauenstifteLindau habe ich keine Ministerialen gefunden; aber das Ma-terial ist auch zu schlecht 2 ).
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') Bei Isny ist nur von clientela die Rede; keine Ministerialenfinden sich in Irsee, bei dem Scliottenkloster in Memmingen, dendortigen Antonitern, auch nicht, so viel ich sehe, bei St. Mang inFüssen.
2 ) Es sind nur ein paar Urkunden von 1250 an, dann ein 1356 be-gonnenes Lehenbuch, was sich erhalten hat. So wäre es kein Wunder,wenn hier überhaupt nichts herauszubringen wäre. Die einzige Urkunde(von 1276 bei Heider, S. 796), die eine Schar von Leuten anführt, welchesicher vom Kloster abhängig waren, beginnt diese Reihe mit einemRitter von Grünenstein, und das ist, so viel ich aus der PrimbsschenBearbeitung des Lehenbuches ersehe, auch die einzige sicher dauerndvom Kloster lehenrührige Burg; sie war auf dem Hofe von Balgacherwachsen. Doch hatte die Aebtissin noch einen Schenken (vgl.Primbs in Zeitschr. f. Schwaben und Neuburg 9, S. 72). (DominusH. pincerna, dominus AI. frater suus, H. dictus Moseherre, minister Pin-cerne, 1297 v. Weech, Cod. Salem. 2, p. 253. Ich will aber nicht ver-gessen hervorzuheben, dass es damals einen Schenk Heinrich von Schmal-egg und einen Albrecht, der Pfarrer von Bermatingen war, gab, wie-wohl die Urkunde sonst nicht für die Identität spricht.) Eine Urkundeder Aebtissin von 1264 (N. Archiv 33, S. 763 ff.) enthält keine Mini-sterialen. Auch Keller, Patriziat und Geschlechterherrschaft in derReichsstadt Lindau (Deutschrechtl. Beiträge von Beyerle 1, Heft 5)erweist keine stiftische Ministerialität.