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[Hauptbd.] (1910)
Entstehung
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Zehntes Kapitel.

Die Klosterministerialität in einzelnen Teilen

Schwabens.

Bis hierher sind wir einen sicheren Weg gewandelt, weiterkommen wir nur auf Stegen, deren Spuren mitunter im Graseganz verschwinden und in dem üppig treibenden Unterholzesich mählich verlieren. Es wäre bequemer, hier abzubrechen;aber die Wissenschaft fordert die Versuche, Sinn und Ordnungin die Dinge zu bringen. Der einzelne Forscher darf sich insolcher Lage der Hypothese nicht entziehen, er muss das, wasihm als die beste Erklärung und Lösung erscheint, der all-gemeinen Kritik darbieten; denn die Geschichtsforschung isteine Gesamtheit, und auch der, der in solcher Lage irrt, hatseine Verdienste, sicherlich weit grössere als der, der zaghaftdort abbricht, wo er seine Forschung über das handgreiflichRichtige hinausführen müsste.

Mehr als einmal habe ich beiläufig der Dienstmannschaftengedenken müssen, die zu den einzelnen Stiftern und Klösterngehörten. Es ist zwar über die Ministerialität sehr viel ge-schrieben worden, aber niemals ist der Versuch gemachtworden, sich klar zu machen, welche Arten von Klöstern undStiftern denn überhaupt Dienstmannen hatten, welche von ihnenauch Hofämter. Wann hören die Klöster auf, sich mit solchenrittermässigen Leuten zu umgeben, aus welchen Ursachen ge-schieht das? Besteht ein Zusammenhang zwischen freiherr-lichen Konventen und unfreier Ritterschaft? Wie verteilen sichdiese Dinge räumlich und zeitlich?

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