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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

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mals für die Regel, ihm sind im Vergleiche zu seiner Zeit,wo der welsche Reformer Norpert, der aus St. Maximin inTrier gekommen ist, die Mönche zwingt, zu leben, nicht wiesie wollen, sondern wie sie können, jene Tage, die der Reformvorangehen, heitere, goldene Zeiten 1 ). Es ist von Meyer vonKnonau ja eingehend gezeigt worden, wie Ekkehard die Per-sonen umgeformt hat, zum Guten und zum Bösen hin. Ervertritt jene Zeit der höchsten Blüte der Bildung im Kloster,wo Wissenschaften und Künste gepflegt wurden, wo der eigeneWille des Mönches ihn leitete, und wo sich eine scharf um-rissene Persönlichkeit entwickeln konnte. Er hat uns diealten deutschen Benediktiner gezeichnet, zu denen er selbstzählte; der Reformer, der die Regel konsequent und erbarmungs-los anwendet, ist ihm verhasst. Es ist wohl scharf ausge-drückt, wenn Hauck sagt, den alten Mönchen sei die Regelmehr ein Erbauungsbuch gewesen 2 ), aber im Grunde ist dasrichtig. Ekkehards Seele bleiben diese Eiferer für die Regelunverständlich, ihnen ist Benediktus weit mehr, den altengenügte der hl. Gallus. Ekkehard erzählt, ohne sich daranzu stossen, wie der Abt Notker, der nach Burchards schwachemRegimente die Zügel angezogen habe, doch den Bogen nichtüberspannen wollte und manchmal das Kloster verliess, um demKonvente freiere Stunden zu gewähren, aber hinter ver-schlossenen Türen: „Seht aber zu, so beschwöre ich Euch,Ihr Herren, auf die ich mich verlasse, dass man nicht allzusehr über die Stränge schlägt, und dass nicht Laien derFröhlichkeit überhaupt beiwohnen, vorzüglich aber nicht dieKnechte, auf deren Eide wir uns mehrmals nicht haben verlassenkönnen" 3 ).

») Vgl. Ekkehard S. 310. 426. 431 u. 440.

2 ) Hauck, Kirchengeschichte Deutschlands, 3. u. 4. Aufl., 3, S. 511.

3 ) Vgl. Meyer v. Knonau, Mitt. z. vaterl. Gesch. (St. Gallen) 15,Einleitung p. XXXIII ff. Ekkehard S. 60: „(Rex) tribuit cuique fratrumargenti libram, ut habeat ad vestitum." S. 332: „monachi, quasi prolibitu viventes." S. 333: „in sancti Galli monachos, quasi minus reguläres."

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