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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
feliciter defuncfco, Eistetensem episcopatum ab initio usque tunca nqbilibus et summis viris habitum ingeniosus imperatortunc demum servili personae addixit, et Gunzoni cuidam, Ba-benbergensis ecclesiae custodi, dedit" x ). Nach dem Mönchevon Herrieden fand der neue Bischof ebenfalls Bedenken gegendie Abtretungen an Bamberg, da brauste der König auf:„Gunzo, quid hoc audio de te? An ignoras, quia proptereaepiscopum te loci illius feci, ut, quia voluntatem meam cumpriore, utpote socio meo, perficere non poteram, tecum, quieiusmodi es, sine dilatione perficiam? Cave, ne unquam talequid audiam ex te, si vel episcopatum vel gratiam meam velisretinere." Gunzo verstummte nun mit seinem Widerspruche,der Klerus aber und die Ritterschaft verharrten in demselben.Heinrich machte darauf nach Gunzos Tode den Waltherus „ eius-dem conditionis" zum Bischöfe, und der Anonymus Haserensisfährt nach dem schnellen Tode Walthers fort: „Nachdemdiese der Tod so schnell dahingerafft hatte, ging die Ober-hirtenwürde erneut an den Adel zurück" 2 ). Es mögen, wiegesagt, Unrichtigkeiten im einzelnen vorliegen, aber auch ausanderen Quellen wissen wir, dass Gundekar auf einem Hoftagein Gegenwart vieler Fürsten zurückwich. Es bleibt sicher,dass der König einen Unfreien ernannte, um von ihm dasOpfer zu erzwingen, und dass er ihm einen gleichen Nachfolgergab, um das Werk zu sichern.
Nicht so deutlich sind die Motive Heinrichs, als er nachlängerer Sedisvakanz zum Bischöfe von Lüttich einen Geistlichenmachte, der ihm einst von einem Lütticher Bischof für seineNeugründung Bamberg empfohlen worden war, wohin er ihn alsLehrer berufen hatte. Gelehrsamkeit und literarische Bildungöffneten am ehesten einem Niedriggeborenen die Wege zu Ehren,Ansehen und Macht. Für mittelalterliche Dinge unglaublich:der neue Bischof Durand war der Leibeigene des ihm unter-
') M. G. SS. 7, S. 260.
2 ) His tarn cito sublatis, denuo nobilitati cessit cura pastoralis.
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