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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Wissenschaft. Man hat aus dem Rückgang von vielen Klöstern,die später hochadlige waren, diese Schlussfolgerung gezogen.Ob mit Eecht?
Hat es nicht vielleicht schon in den KarolingerzeitenKlöster gegeben, welche nur Freie aufnahmen? Gab es nichtschon damals solche Gruppen von Klöstern, wie wir sie fürdas 12. und die folgenden Jahrhunderte erwiesen haben? Warennicht vielleicht diese Klöster des 14. Jahrhunderts Petrefaktevon Instituten, die im 10. Jahrhundert Boden genug gehabthatten, um wirklich blüben zu können? Es ist ja ein be-zeichnender Zug der mittelalterlichen Kirchengeschichte, dassdie Institute, welche für eine bestimmte Zeit lebensfähig waren,dann aber diese Existenzbedingung verloren, nicht aufgehobenwurden, sondern sich fortschleppten, bald zu rudimentären Or-ganen werdend. Sind diese Konvente nicht vielleicht nur des-halb verdorrt, weil inzwischen die deutsche Gemeinfreiheit ver-nichtet war, weil das Kloster auf den Zuwachs aus dem freienAdel beschränkt wurde?
Die Antwort auf diese Fragen lässt sich nicht an derHand der Geschichte der drei badischen Klöster geben. DasMaterial reichte nicht dafür aus. In dem grossen Rahmeneiner Untersuchung aller deutschen freiherrlichenKlöster muss ich nach der Antwort suchen. Dann wirdsich auch ergeben, ob diese Gruppe auch für die deutscheRechtsgeschichte eine Bedeutung hat oder nicht."
Die Lösung dieses Versprechens bringt nach langen Jahrenvorliegendes Buch.