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Landsleute, sich die Dinge dort nicht in bengalischem Lichte vor-zustellen. An der Mosel glaubt er kein Plebiscit riskieren zu können.Aber die Annexion des ganzen Moselgebietes würde er doch derWiederherstellung des deutschen Bundes vorziehen. Er traut auchnicht dem nach ihm vom englischen Kabinette günstig angesehenenProjekte der Errichtung eines Bundes mit einem Triumvirat odereinem Präsidenten an der Spitze, nicht der Wiederherstellung desKönigreiches Hannover, der Errichtung eines rheinischen Staates.Das führe zu keinem dauerhaften Frieden, er will aber einen inoänsvivendi. Er will Deutschland seine Wege gehen lassen, die er alsdie der Demokratie ansieht. Trotz einiger Pessimisten hält er — indiesem Punkte noch gänzlich unbelehrt — die Demokratie in ihremWesen für friedlich! Die internationale Friedensorganisationwird nur Milizheere zulassen, und das Kaager Friedensgerichtwird den Frieden aufrechterhalten. Denis ist damit glücklich beiden Träumen der Pazifisten angelangt.
Ein anderer hochangesehener französischer Geschichtschreiber,Seignobos, verurteilt diejenigen, die die Kriegs ziele Frankreichsenthüllen. Er will einen dauernden Frieden, und er hofft, daß derKongreß, der ihn bringen wird, als Negel nehme, bei der Ver-teilung der Gebiete das nationale Gefühl und den Willen der Ve-völkerungen zu achten. Frankreich — meint er — werde Gebieteablehnen, die protestierende Abgeordnete schicken würden, und werdeder verbrecherischen Versuchung widerstehen, ein Territorium durchdie Vertreibung seiner Bewohner zu französierend Er hofft aufein neues internationales Necht, getragen von dem Geiste desVerantwortlichkeitsgefühls der Parlamente; er nimmt an, daßMitteleuropa in die Bahnen der andern Staaten, der „zivilisierten",einlenken werde. Ich will nicht auf das Gebiet der inneren Politikeingehen, aber das eine ist doch hervorzuheben: er feiert unter denFürsten allein den vom Friedensgeiste erfüllten russischen Zaren —der Prozeß gegen den russischen Kriegsminister Suchomlinow wirdSeignobos wohl die Augen geöffnet haben, und vielleicht wird erdoch noch einmal anerkennen, daß Teutschland den Krieg nichtheraufbeschworen hat.
Mehr als die Grenze Elsaß-Lothringens fordert auch derfrühere Minister Pves Guyot nicht, aber was sieht sonst in seinen
! 1815—1915.Paris, Colm, o. 3.
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Du dcmssröz cie Vienne
lil l^ueire cic 1914.