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Frankreich und das linke Rheinufer
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gut beobachtet hat, fest.! D^. jetzt zum bösen Kriegshetzer ge-wordene ehemalige Pazifist spricht dem elsässischen Genie dasSchöpferische ab. Das scheint mir zu weit zu gehen; aber zweifellosist dem Elsäfser die Beobachtungsgabe nachzurühmen wie die Lust,große Stoffmassen zu bewältigen. In der französischen Gelehrten-welt haben sich die leider dem Deutschtum entfremdeten jüngerenElsäfser eine besonders geachtete Stellung errungen wie vieleihrer sind an der Sorbonne tätig! Aber ihre Eigenart zeigt so vieleSeiten deutschen Wesens, wie sie es selbst schwerlich Wort habenwollen. Ein Elsäfser hat hervorgehoben:Auch wird es kaum Zufallsein, daß das Elsaß im 19. Jahrhundert zwar große Generale undgroße Männer der Industrie, aber auf dem Gebiete des Geistes-lebens keinen schöpferischen Genius aufweist, keinen wirklich großenDichter, Schriftsteller, Musiker, Künstler und nur einige wenigebedeutende Gelehrte." ^ Er führt das auf die Doppelkultur, die imElsaß um sich gegriffen hatte, zurück. Wohl mit vollem Nechte.Die Mischkultur einer Übergangszeit war eingetreten, sie hattemanchen gefördert, doch dem Großen nimmt sie die kraftvolle Ein-heit und erfüllt ihn mit tragischen Widersprüchen, dem Kleinenaber gibt sie unter einem Scheine von Überlegenheit die Ver-flachung und Veräußerlichung. Im Geschäftsleben ist die Kennt-nis vieler Sprachen natürlich anders zu bewerten.

Wohl hat auch in jener Zeit manch H>vchstrebender gemeint,das Elsaß könne die Vermittlerin zwischen den beiden Kulturen sein,tatsächlich war das doch nur m geringem llmfange der Fall. Dafürwar die Kenntnis der französischen Kultur in Deutschland zu groß,um nach dieser Nichtung eines Dolmetschen zu bedürfen, und inFrankreich sah nran vielfach auf die Elsäfser herab. Hat doch dieKammer den einzigen Minister, den das Elsaß Frankreich lieferte,Humann, wegen seines Akzentes ausgelacht.'

Es war Zeit, daß das Deutschtum des Elsasses gerettet wurde.

! A. a. O. 19N5, S. 332.

' Anrich, S. 22. Wie Neuß, Nistoire 6'^l5ace, S. 362, sagt,hatte die kacults 6e5 lettre-, über ein halbes Jahrhundert lang nur sehrselten einen Professor von Verdiensten und noch seltener solche Schiller. AuchGraf EÄbrecht-Türckheim sagt:Man wird nur start und vollkommenin der Muttersprache.. . Auch sehen wir seit der Einführung der französi-schen Sprache immer weniger bedeutende Männer in unserem näheren Vater-land erscheinen." A. a. O. l, 64.

^ V/eiü, I^^!8»ce sran^nize, S. 67.

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