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Frankreich und das linke Rheinufer
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Werden begriffene neue französische Staatswesen." ^ An der Spitzeder Verwaltung standen auch hier meist tüchtige Präfekten, Fran-zosen; die einzigen Elsässer, die im Vas-Nhin dieses Amt bekleideten,waren Cesar West (18501855) und Valentin (1870 währendder letzten Tage der Belagerung), im Haut-Rhin West (1848 bis1850) und der Graf Eckbrecht-Türkheim (18501853), sonst lauterFranzosen. Dafür lieferte das deutsche Elsaß, dem eine gute sol-datische Vergangenheit zustatten kam, drei aus niederen odermittleren Ständen stammende vortreffliche Generale, Kleber, denSohn eines einfachen Maurers aus Straßburg, den General-leutnant Napp aus Kolmar, den Sohn eines Türhüters, denMarschall Kellermann aus einer Straßburger Kaufmannsfamilie.Deren Aufsteigen, ihr Ruhm war der französischen Sache einGewinn; denn jedes Land will Leute haben, auf die seine Bewohnerstolz sein können. Aber auch jeder Soldat Napoleons warb fürdas große Vaterland, für das er gekämpft hatte. Von andernbürgerlichen Elsässern stieg hoch Theobald Vacher, der als Diplomatwichtige Dienste leistete. Neubells ist hier schon gedacht worden,er war Mitglied des Direktoriums geworden, weigerte sich, demSieger des Vrumaire zu folgen, und starb arm und vergessen 1810.Nudler trat noch in der Iulirevolution als ein Verfechter deskonstitutionellen Königtums hervor, unter Napoleon hatte der fähigeund treffliche Mann Präfekturen im Westen Frankreichs verwaltet.

Die Landwirte und Arbeiter waren mit dem napoleonischenNegimente zufrieden, im Klerus regte sich sofort nach der Ein-setzung der Vourbonen die Feindschaft gegen die Priester, die einstden Verfassungseid geleistet hatten.

Eine wesentliche Verschiebung des Grundbesitzes hatte dieNevolution gebracht. Die Katholiken hatten sich an der Ver-äußerung der Kirchengüter durch Ankauf nicht beteiligt, so kam es,daß die Protestanten erheblichen Grundbesitz erwarben. Diepolitische Lage führte auch im Elsasse zu einer starken Industriali-sierung. Fabriken namentlich der Textilgewerbe erstanden hier inschneller Folge, und es begann der Wohlstand jener Familien, diedort auch noch heute die wirtschaftliche Herrschaft in Künden haben.Das strenge Prohibitivsystem zwang alle Fabrikanten, sich auf denMarkt in Frankreich einzurichten.

l Anrich a. a. O. S. 14.

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