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zuzuziehen, wir müssen also Ja stimmen. Nun aber wozu unsernarmen Einwohnern und Bauern noch dieUnruhe und Kosten machen?Tu hast ja die Listen aller Hausväter, so mache das für sie kurz abund schreibe flugs in die Kolonne Ja alle ihre Namen." Er erzähltandere Beispiele und berichtet von einem Franzosen, der seinWörtlein Ja mit den Worten einleite: „le cramg. tu «2123,il cramt erc"i Die Franzosen haben es immer verstanden, diefür ein Plebiszit notwendige Mischung von Begeisterung undFurcht zu beschaffen^ZL r..biedere Maire aus der Eifel nahm dieZurcht für alle au f seine Schultern. Es gibt keine bessere Kritikaller Ple'lnszttel Alunäu8 vult äecipi — dachte doch auch Napoleonund denkt auch Herr Esperandieu.
In Frankreich hatte die Bevölkerung sich in den Tagen derRevolution stets einer germgm^MinIerheit gebeugt — wie siedas heute tut —, dem Kaisertum«: unterwarfen sich demütiglich diegrößten Tyrannenfeinde und Demokraten. Ich brauche für diesenGesinnungswandel keine Beispiele anzuführen. And die litten dochuur„Wte,r den inneren Kämp fen. unter.de^MannNlMVerwältunqim Innern. Seit 1792 waren aber die Rheinlande ein Kriegstheater.Was am hellsten au^Me^NaHäMgen Be-
wohner jener Gegenden hervorleuchtet, ist die Erbitterung über dieMißbräuche und Gewalttätigkeiten der Kommissare und GeneraleFrankreichs. Nach so vielen Kriegsjahren, aufgegeben vom Reiche,ohne jede Hoffnung auf Erlösung, umworben von den AgentenRudlers, der ja ein deutscher Elsässer war, bearbeitet von den Zis»rhenanen und den Klubisten, waren die Leute weich geworden ^wer kann es ihnen verdenken, daß sie nun den Versuch machten,durch demütiges Entgegenkommen sich Schonung und Vertrauenzu verschaffen. Wer derartige Adressen unterschreibt, spricht nichtnach dem Innersten seines Herzens, sondern unterschreibt fremdeGedanken. Feiger als die Mehrzahl der Franzosen sind diese Bauernund Bürger des linken Nheinufers nicht gewesen. Die BlätterPapier mit den erzwungenen oder aus Berechnung geschriebenenUnterschriften beweisen gerade erst recht, Frankreich verdanktedas, linke Rheinufer nur der Eroberung und genauer den SiegenNapoleons in seinen italienischen Feldzügen.
> Göcke, Die napoleonischen Plebiszite 1802 und 1804 in den Nhein-^ landen. Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, 42, 140.
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