daher zu schließen auf antifranzösische Gesinnung vorzüglich bei den Katho»liken. —Nemling, S.376—380. Oktober 1797. In Edenkoben gewaltigerWiderstand gegen die Klubisten, die die Unterschriften erreichen wollen,Schlägerei, Verhaftungen, Drohung des Generals. Die Mehrheit offenbarantifranzösisch und das im Generalquartier, llnd Edenloben war protestantisch l
Die Geschichte von Mainz, Worms, Speier, Vingen zeigtdasselbe Bild eines Widerstandes gegen die französischen Eindring»linge. Von der Pflanzung der Freiheitsbäume blieben die meisten.Bewohner weg. Wer in dem 4. Vande des Vuchs des BaselerGeschichtsprofessors Heinrich Voos über die rheinische Städte»lultur diese Zeiten nachliest, behält durchaus den Eindruck, daßin diesen altehrwürdigen Städten eine minimale Partei für denAnschluß an Frankreich war, jetzt hob sie die Gunst der Umstände,die Anwesenheit der Armee des brutalen Augereau, dessen Kontri»butionen zu solcher Macht empor, daß sie für die widersinnigstenAdressen die Unterschriften erpressen konnten. Das DepartementMont°Tonnerre umfaßte 36 Kantone, von 10 bringt Esperandieunichts bei, von 8 erwähnt er selbst erhebliche Widerständet FürEsperandieu sieht es fest, daß die Abstimmung eine freie war.„Aus dem Wortlaut der Adressen folgt sicher, daß auf ihre Schreiberkein Druck ausgeübt wurde." Sein Beweis ist rührend. Der Kom»missar des Kantons Wolfstein schreibt: „Die Bewohner dieserGegenden sind sehr dumm, sie wollen nicht unterzeichnen, weil siewissen, daß sie nicht gezwungen werden." Wenn er im Kantonenur in einigen Ortschaften Einstimmigkeit erreicht, die Mehrzahlaber sich entschlossen feindlich zeigt, so ist das eben ein Beweisfür die wahre Gesinnung. Esperandieu müßte den Beweis er-bringen können, daß in den andern Bezirken dieselbe Nachsichtoder — französisch ausgedrückt — Schlaffheit der Beamten und derAgitatoren vorhanden gewesen wäre als im Kanton Wolfsiein.Er gibt selbst zu, daß vier andere Kantone ebenso schlechte Ergeb»nisse lieferten.
Levy-Schneider, der die Akten der Pariser Archive und vorallem die Präfekturberichte durchgearbeitet hat, kommt zu einemganz anderen Ergebnis als Esperandieu. „Die VevölkeMu^machtekeine Opposition, aber an den Bewegungen der französischen Ver»waltung schien nichts sie zu interessieren oder auch nur ihre Neu»
' Kirchheimbolanden, Göllheim, Lauterecken, Nockenhausen, Wolf»stein, Edenkoben, Medelsheim und Pirmasens. Außerdem gab es in Winn»
Weiler nur 341 Unterschriften, in Speier 426.
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