1^
l
.
hat das Necht, zu fragen, ob das freiwillige Manifestationen findoder ob nicht die Bewegung vorwiegend in den Geschäftsstuben derBeamten vorbereitet wurde. Durch die sehr in die Augen fallendeund relativ erhebliche Zahl der Unterschriften unter ihren Doku-menten wollte, so ist vorauszusetMi^^i^HW^Mche.MMMMg,die ihre Eroberungen einrichtete, sichtbare und deutliche Beweisefür die Anhänglichkeit dieser Bevölkerung an die neue NegierungschaffM. Ist es nicht pikant, zu sehen, wie die Bewohner von Vingensich für Feinde ihrer Nachbarn auf dem rechten Nheinufer erklären,die von Zweibrücken ihre gallische Abkunft anrufen, andere garversichern, daß der Lauf des Nheines die logische Grenze Frank-reichs ist?^ Wie dem auch sei, die annektierten Departementsblieben lange genug (ungefähr 20 Jahre) französisches Territorium,daß selbst nach dem Eingeständnisse der Deutschen tiefe Spurenunserer Zivilisation da verbleiben konnten." ^
Leider gibt Esperandieu nicht die Daten seiner Urkunden an,so ist die Kritik sehr erschwert. Ich wähle aus der Literatur das,was mir gerade zur Sand ist und gehe einzelne Orte durch:
Fr anten tat. Espsrandieu, S. 29. Alle Einwohner des KantonsFrankental bitten um brüderliche Vereinigung mit der großen Nation. KeineOpponenten. — Franz, Aus der Geschichte der Stadt Frankental (1912),S. 156. Ende Januar 1798 kommt der Kommissar nach Frankental. Diemeisten Beamten und Mitglieder des Stadtrates weigern sich, den Eid zuleisten, sie werden entlassen. Pflanzung des Freiheitsbaumes. Die Ab>stimmung nicht erwähnt.
Iweibrücken. Espsrandieu, S. 14. Die Gemeinden des KantonsZweibrücken berufen sich auf ihre gallische Abkunft. — Molitor, Voll-ständige Geschichte von Zweibrücken, 1885. Entschlossener, hartnäckigerWiderstand, S. 559: „In welchem Sinne diese Umwandlungen erfolgten,geht daraus hervor, daß in dem nämlichen Monate vom Departements'kommissar in Mainz ein Aufruf an die Kommissare und Munizipalitiiten injedem Kanton erlassen wurde mit dem Ansinnen: die Einwohner aufzu-muntern, bei der französischen -Nation um die Neunion mit der Republik.ä ßi-Änä cri« anzuhalten, zu welchem Ende die Stimmen der Einwohnerdurch deren Unterschriften gesammelt werden sollten. Allein nur ein Zehntelder Einwohner Zweibrückens war zur Unterschrift zu bewegen."
Grünstadt. Espsrandieu, S. 19. 24 Gemeinden liefern 2314 Unter-schriften. — Nemling 2,380. November 1797. Wegen der Unzufriedenheitgegen die Franzosen werden drei angesehene Leute, darunter der Super-intendent, gefangen abgeführt.
Edenkoben. Espsrandieu, S. 37. Einstimmigkeit in den 15pfälzischenOrten, wozu Edenkoben gehört, in 11 speierischen Orten nur 212 Stimmen,
i Das tun die biederen Leute von Pfeddersheim, etwa aus freienStücken?
- A. a.O. S. 50f.
260