weiß nur von der Begeisterung für Frankreich zu reden, nur dieAngst vor den Preußen erwähnt er. And Driault und Vabelonhaben beide Sorel zur Hand gehabt, unter ihren Händen wirdaus der ernsten Wahrheit, Hie ein hochsinniger Franzose nieder-geschrieben hat, eine Verzerrung.
Die Siege von Aldenhoven Md Neerwinden (18. März 1793)wandten noch einmal das Los von Belgien, das von den Österreichernzurückgewonnen wurde; am Nheine drang Wurmser ins Elsaßein, aber Koche ging im Winter wieder siegreich bis gegen Mainzvor. Das Jahr 1794 brachte den Sieg Iourdans in der von demPrinzen von Koburg abgebrochenen Schlacht von Fleurus, führtezur Räumung Belgiens, ja infolge der Kämpfe bei Aldenhovenging Clerfayt im Oktober bei Bonn und Köln über den Rheinzurück. Im Januar 1795 waren nur noch Luxemburg, Mainz undder Brückenkopf von Mannheim im Besitze der Deutschen. Inden Niederlanden, die Pichegru unterworfen hatte, war die bata-vische Republik ausgerufen worden. Durch seine Interessen an derpolnischen Frage geleitet, des erfolglosen Krieges müde, schloßPreußen am 5. April 1793 den Frieden zu Basel, der an Frank-reich die preußischen Landesteile links des Rheines bis zum all-gemeinen Frieden in Verwahrung gab. Der Staat wähnte hintereiner durch Teutschland.gezogenen Demarkationslinie ruhig sitzenzu können. Es war ein odiöser Sonderfriede, der nur zum Nachteilausschlug; er hatte nichts dauernd geregelt, alles war der Zukunftvorbehalten. In einem Geheimartikel war festgesetzt, daß wennFrankreich im allgemeinen Frieden den Nhein als Grenze erhaltensollte, Preußen für seine Verluste entschädigt werden solle.
Wohl hatten sich in Frankreich ernste Bedenken geregt. Diealte Weisheit, daß Frankreich hinter dem Vaubanschen Festungs-gürtel gesichert leben könne, daß jedes energische Weitergreifen dieStaaten zu dauernder Gegnerschaft zwingen werde und daß danndie Völker von einem nationalen Geiste erfüllt werden könnten,regte sich. Der Friedensunterhändler in Basel, Varthölemy, lebtein diesen Gedanken. Die Maasgrenze wäre vielleicht möglich ge-wesen. Doch solche Gedanken öffentlich zu vertreten, heißt sichverdächtig machen; man darf in der Republik nicht gemäßigt sein.Die Vernunft des Klugen weicht dem Instinkt der Masse; wer fürMäßigung ist, gerät in den Verdacht, monarchisch zu sein, dieRheingrenze ist die republikanische Forderung. So entscheidet
253