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Frankreich und das linke Rheinufer
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Altar werden sich die Bürger versammeln und frei den Eid leisten,ewig dem Gesetze treu zu bleiben, ihm zu gehorchen und sich hoch-herzig der Aufgabe zu widmen, die Verfassung aufrechtzuerhalten/"Auch die Truppen der Linie wurden eingeladen, sich zu beteiligen.Widerstand leistete einer der angesehensten Männer des Elsasses,von Flachslanden, der als Vertreter des dritten Standes geradeeben in Versailles sein Amt niederlegte, weil die königliche Gewaltmindestens suspendiert sei und weil er die Verträge von Münsterund Nyswik für gebrochen ansehe. ^ Er schrieb an Dietrich:DieKonföderationen scheinen die Vorbereitung für eine Parlaments-armee zu sein und sind nur erfunden, um die Provinzen unter dasJoch der Hauptstadt und Lafayettes zu bringen." ^ Lafayette aberunterstützte die Straßburger Freunde und schickte seinen Adjutanten.Es kamen von der Nähe und Ferne 2281 Leute, dazu die National-garde (4000 Mann) auf Grund eines Tienstbefehls, ebenso dieGarnison. Ein rührseliges Fest, in dem die Messe, die Predigteines lutherischen, die Nede eines reformierten Geistlichen nichtfehlten, zwei Kinder wurden getauft, die Fischer spendeten zweiriesige Rheinkarpfen, und dazu die schöngekleideten Frauen, Jung-frauen und Kinder, Deputationen von Landleuten, das Jugend-bataillon usw., aber auch der OorpL municipal, und man schwureinen Eid auf die Verfassung, die so bald vernichtet werden sollte,auf die Nation, das Gesetz und den König.

, Das lokale Fest erhielt eine leichte Drohung gegen Teutsch-land, und demonstrativ pflanzte man bald danach auf der Nheinbrückeeinen Schjld auf, auf dem stand:Hier fängt das Land der Freiheit! an." Drei Jahre später war die Freiheit in Frankreich durch dieIügellosigkeit der Pariser Straße unter das Joch einer kleinenSchär von > Parlamentariern gebracht. Aber noch ahnten dasnur wenige, wie Flachslanden. Der Eindruck der Feier war sicherlichein tiefer, und wenn auch einem Nationalgardisten der Verzichtauf die alten Freiheiten seiner Vaterstadt das Kerz beschwerte,was sollte er anders tun als mitrufen: Ich schwöre. All die kunst-vollen und damals noch unverbrauchten Mittel waren verwendet

2 donieäeratilln 6u KKin, gleichzeitiger Druck des Vorschlages, 8 ll.

2 Vgl. <üompte renäu p2l le bailli 6e ^lackzlanclen, 1790. Esist das ehrliche politische Testament eines elsässischen Noyalisten.Dasunterjochte Elsaß, ohne Kraft und ohne Mittel, wird nicht mehr sein."

' Neuß a. a. O. S. 3.

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