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Frankreich und das linke Rheinufer
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XVII.

Die Anfänge der Revolutionszeit. Die Konföderations-feste. Die Schreckenszeit.

Frankreichs und Deutschlands Zustände vor der «Revolution. Die elsässischeProvinzialversammlung. Wahlen zu den Generalständen. Wünschedes Landes. Pfalzsturm. Die Nacht des 4. August und ihre Folgen.Friedrich von Dietrich. Kirchengüterfrage. Konföderationsfeste inStraßburg und Paris. Pläne, die EMsser ins Innere Frankreichs zuverpflanzen. Plan gegen die Straßburger. Auswanderung.

(^^rankreich wie Deutschland besaßen eine ähnliche ständische^) Struktur, nur daß in jenem der privilegierteste Stand, derAdel, keinerlei Landeshoheit mehr hatte. In diesem Punkte ähneltenur das Elsaß dem Deutschen Reiche. Als mit der FranzösischenRevolution das ganze schier unentwirrbare System alter, nur nochgeschichtlich verständlicher Rechte zusammenbrach, war die Nach-ahmung in Teutschland zunächst ausgeschlossen, weil es dort wirk-lich lebensfähige Landesgewaltett gab, im Elsaß aber brach dasNelikt der deutschen Zeit in sich zusammen, und dieser Zusammen-bruch führte fast notwendigerweise zum Kriege zwischen dem neuenStaate und dem alten Reiche, das doch seine Freunde jenseits desRheines nicht im Stiche lassen wollte.

Die Herstellung eines modernen Staates unter radikaler Be-seitigung alles geschichtlich Gewordenen, unter Durchführung desPrinzipes der Gleichheit aller Bürger gab trotz all der Greuel, diedie Revolution mit sich brachte, Frankreich und dem französischenVolke in der zunächst nur von Bewunderung bewegten Welt, aberauch bis heute vor allem in den Staaten, die keine starke geschicht-liche Überlieferung besaßen oder besitzen, eine moralische Stellung,die auch heute noch von hohem politischen Werte ist. Die Schäden,die Frankreich seit jener Zeit mit sich herumträgt, die Schwierigkeit,ja die Unmöglichkeit, wieder in eine Gleichgewichtslage zu kommen,übersieht namentlich der unhistorisch Gerichtete nur zu leicht.

Der naive Enthusiasmus jener Zeit bewegt aber auch den, derauf das geschichtlich Äberkommene Wert, ja hohen Wert legt, aufdas tiefste.

Schult«, Fiantleich und das linle Nheinufei 15 225