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Frankreich und das linke Rheinufer
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letzt befinden".^ Gewiß, die Aufhebung des Ediktes von Nantes be-traf nicht das Elsaß, aber im übrigen ging die Negierung so scharfvor, als es nur möglich war. Im 18. Jahrhundert wurden mildereSaiten aufgezogen, aber die Tendenz blieb bestehen. And so ist eserklärlich, daß die Neformierten wie die Lutheraner und Juden derGewissensfreiheit der Nevolution zujubelten, gerade sie in ersterLinie ihre Träger wurden und auch später im allgemeinen der repu-blikanischen Gesinnung treu blieben. Das Königtum hatte sie miß-handelt.

Unter dem Glaubensdrucke, zum Teil aber auch im.Miß-behagen über die neuen politischen Verhältnisse, haben mancheElsässer und namentlich Teutschlothringer den Stab ergriffen undsind nach Osten gewandert.

Aber die breiteren Massen sind wir sehr wenig unterrichtet,und doch drohte einmal der Exodus der lutherischen Straßburger.Nachrichten aus Deutschland, Kolland und Genf erregten in denTagen, da in Nyswik der Friedensschluß bevorstand, die Gemüter,man meinte, der König habe die Absicht, die freiwerdende Armeeheranzuziehen, die Lutheraner in die Kirchen einzusperren, bis siesich der katholischen Neligion zugewendet hätten. Daher hielten sicham Ludwigstage viele von der Predigt fern.^ Nach dem Zeug-nisse des Ammeisters Neyßeißen „haben die vornehmsten FamilienMiene gemacht, sich von hier wegzubegeben".^ Wie damals Obrechteingegriffen hatte, so mußten wenige Monate später der Stadt-advokat Ioh. Vaptista Klinglin und der Gouverneur Marquisd'Huxelles über eine neue Aufregung berichten. Angesichts derdrohenden Zwangskatholisierung wollten die Leute gemäß demArtikel 17 des Friedens auswandern. Klinglin redet ganz allgemeinvon 1e8 ln,Ä^i8tlHt3 1utKelieli5 et. 3,ut,re3 1i2,ditant3 äe 1a meinereli^ion, er fürchtet, daß sich dadurch die Stadt völlig entvölkere,und der Gouverneur erklärt, daß trotz seiner beruhigenden Wortedas Volk an nichts mehr denke, als seine Häuser und andere Hab-seligkeiten zu verkaufen und sich anderswohin zu begeben. Er bittetdarum, die Bürger zu beruhigen, und er glaubt, wenn das inTeutsch-land bekannt gemacht werde, so könne das die Gemüter der dortigenProtestanten bewegen, für die königlichen Interessen einzutreten, das

> Albert-Petit a. a. O." Metzenthin, S. 19.

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Straßburgiscke Chronik von 1670—1710 S. 182.

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