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Frankreich und das linke Rheinufer
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Partei zu sein, das hieß die Beleidigung und den Spott der Usur-pation und der Gewalt hinzufügen. Sie haben im WestfälischenFrieden, um Straßburg zu überraschen, nach zweifelhaften Aus-drücken gesucht. Keiner Ihrer Minister würde es jemals gewagthaben, diese Ausdrücke nach so vielen Jahren in irgendeiner Ver-handlung zu gebrauchen, um durch sie zu zeigen, daß Sie Ansprücheauf diese Stadt besitzen. Ein solches Betragen hat Europa gegenSie vereinigt und erregt. Selbst die, die nicht wagten, sich offen zuerklären, wünschen mit Ungeduld, daß Sie geschwächt und erniedrigtwerden, weil das die einzige Möglichkeit für ihre Freiheit und fürdie Nuhe aller christlichen Nationen ist. Sie, Sire, der es in derHand gehabt hätte, so viel festen und friedlichen Nuhm zu er-werben, der Vater Ihrer Untertanen und der Schiedsrichter unterIhren Nachbarn zu sein, hat man zum gemeinsamen Feinde IhrerNachbarn gemacht und man setzt Sie dem Vorwurf aus, für einenharten Herrn in Ihrem Königreiche zu gelten."

Die Politik Ludwigs ging nun darauf aus, die Anerkennungder Neunionen durch Kaiser und Neich womöglich ohne Krieg zuerzwingen; er türmte daher für den Kaiser von allen Seiten Schwierig-keiten auf, er hetzte Tököly und die ungarischen Aufständischenwider ihn und den Sultan, es gelang ihm, 1683 den Türkenkrieg inGang zu bringen, der noch einmal die Türken vor Wien führte.Der Kaiser bewies die beste seiner Eigenschaften, die Standhaftig--keit. Die Neunionen hatten einen tiefen Eindruck auf die europäi-schen Mächte gemacht. Direkt waren davon betroffen worden derKönig von Schweden, der Prinz von Oranien und Spanien, dessenFestung Luxemburg mitten im Frieden belagert wurde; von deutschenFürsten waren geschädigt worden die Kurfürsten von Trier und vonder Pfalz, der Herzog von Württemberg und der junge Markgrafvon Baden-Baden, der zwar durch seine Lande nicht viel bedeutete,aber ein hervorragender General ward wie der Träger der Be-strebungen einer militärischen Neichsreform. Die Neichsständehielten noch Verhandlungen für möglich, bei denen die Schwer-fälligkeit der Neichsbehörden immer ungünstig für die deutscheSache wirkte.

Auf dem Frankfurter Verhandlungstage tritt zum erstenMale in einem französischen Aktenstücke die Nheingrenze hervor.Der französische König erbot sich im Falle der Zustimmung zu denNeunionen, um einen noch größeren Beweis der Neinheit seiner

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