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Neichstag, umsonst; darauf entschloß er sich zur Aufstellung einesstehenden Heeres, das aber bei der Langsamkeit der deutschen Ein-richtungen noch lange nicht zusammen war.
Im Elsaß beugte sich zuerst die unterelsässische Neichsritter-schaft; um ihre Privilegien zu retten, gab sie das Vaterland auf.In der Geschichte dieser Körperschaft ist das die einzige Tat. Soviele Privilegien für so unedle Haltung. Der Bischof von Straß-bürg, der seit dem 29. Mai 1680 eine jährliche Pension von60 000 Gulden von Frankreich erhielt, suchte sich durchzuwinden,aber er erhielt nicht alles, was er zu behalten wünschte, bestätigt, erverlor mindestens die Zölle und das Münzrecht. Von da an hattedie bischöfliche Kanzlei im Falle eines Krieges zwischen Frankreichund dem Reiche zwei verschiedene Anweisungen zu geben, die Unter-tanen im Elsaß beteten für den Sieg der Waffen des Königs, die inder Ortenau für den der Kaiserlichen!
Eine Einladung zu weiteren Neunionen bot das Schreibendes Vruders des Fürstbischofs, Wilhelm Egons von Fürstenberg-Heiligenberg. Wenn der König auf Velehnung sich einlasse, aufgenaue Festsetzung seiner Nechte, „dann," schrieb der Graf, „binich sicher, daß nicht allein die Stadt Straßburg, sondern mehrereandere Stände dem Beispiel des Bistums Straßburg folgen undes vorziehen würden, sich gutwillig und aus eigenem AntriebeEw. Majestät zu unterwerfen, als sich auf die Protektion von Kaiserund Neich zu verlassen/"
Durch den Spruch der Vreisacher Kammer vom 9. August1680 war Straßburg nicht selbst getroffen.^ Die Stadt war schwerbedroht, ihre Neutralität hatte ihr nichts genützt. Die Straßburgerhatten zur Zeit der Verhandlunge nvon Nymwegen in Wien durchihren Vertreter, den Syndikus Gottfried Stößer, eine Instruktionfür die kaiserlichen Gesandten erreicht, daß ausdrücklich die Reichs-Zugehörigkeit der Stadt im Friedenstraktate verbrieft werden solle.Ehe der Auftrag aber an den Ort der Friedensverhandlungen ge-langte, war der Friede unterzeichnet worden und Straßburg wardarin, wie Stößer meinte, „vergessen".' Eine nicht erreichte Siche-rung war übler, als wenn sie gar nicht erstrebt worden wäre.
' Legrette a. a. O. S. 476 ff.
- So Vardot, S. 273, Anm. 2. Tumbült a. a. O. S. 757 meint,dadurch sei implizite die Stadt unter französische Oberhoheit gestellt worden.' Vgl. Sendschreiben a. a. O., 6, 2, Rückseite.
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