Druckschrift 
Frankreich und das linke Rheinufer
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

^,',H«/,

zwar Philipps bürg ans Neich zurückgab, dafür aber Freiburgbei Frankreich ließ. Tiefes hatte einen Brückenkopf ^verloren, denzweiten aber wesentlich verstärkt. Die Bestimmungen des West-fälischen Friedens über das Elsaß wurden einfach aufrecht-erhalten, doch nur eine klare Auslegung derselben im deutschenSinne hätte Ludwig XIV. eine Neunionspolitik erschweren können.Für einen solchen Zweck war die Deklaration der kaiserlichen Unter-händler, worin sie die deutsche Auslegung der Artikel des West-fälischen Friedens aufrechterhielten, viel zu schwach sie hieltnur für spätere Schritte der Teutschen den Nechtsboden fest. Einzweiseitiger Vertrag war das nicht.

Frankreich hatte, durch diesen Krieg die Franche Comte undan der spanischen Grenze Aire, St. Omer, Cambrai, Valenciennes,Conde und Maubeuge gewonnen. Seineu Äberfall auf den altenFreund an den Mündungen des Nheins haben im wesentlichen diedeutschen Truppen abgeschlagen, aber dafür blieb das deutsche Elsaßin seiner ungünstigen Lage; es war das Lösegeld, auf daß die Nieder-länder ihre Freiheit behaupteten. Wenn ein deutscher Näemakersden deutschen Michel oder wie ihn die Niederländer nennenMoff darstellte, wie er den Brand bei seinen Nachbarn löscht, daseigene Haus aber brennen läßt, so würde er sich in den Grenzenfeiner Karikatur bewegen, die jener holländische Zeichner unter derDuldung seiner Landsleute so oft überschritten hat.

AR

W

176