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legenheit erweitern könne/ aber die positiven Vorschläge, die erin dieser Hinsicht macht, beziehen sich nur auf die Erwerbung dervollen Souveränität über die zehn Reichsstädte, weil die Be-stimmung, daß Frankreich sich mit den Rechten Österreichs be-gnügen solle, durch die Schlußklausel: „iw tarnen " aufgehobenwerde. And selbst das sind bei Colbert nur unbestimmte Plänefür die Zukunft, die von der Wirklichkeit streng zu unterscheiden sind.So werden die Erklärungen Serviens über den Amfang derelsässischen Abtretungen durch das Verhalten der französischenNegierung in den ersten beiden Jahrzehnten, also noch über den TodMazarins (März l66l) hinaus, aufs vollkommenste bestätigt. Erstnach Beginn des Krieges Ludwigs XIV. gegen die Niederlandevollzog sich die durchgreifende Wendung in der elsässischen PolitikFrankreichs.
Die französische Politik durfte mit ihrem Erfolge zufriedensein. Sie hatte den Wall habsburgischer Macht im Zentrum durch-brochen, sie hatte die Franche Comte flankiert, war imstande, jeder-zeit mit den Feinden der Habsburger im Neiche in Fühlung zu treten;denn wie die Habsburger den Herzog von Lothringen hatten in seinemKampfe stecken lassen müssen, so war auch eine Wiederherstellungseiner Herrschaft zunächst aussichtslos, daher den Franzosen derDurchmarsch durch Lothringen frei, und mit Vreisach und Philipps-bürg, wo ihnen auf ewig das Vesatzungsrecht zugestanden wordenwar, hätten die französischen Truppen rechts und links von demnoch beim Neiche verbliebenen Straßburg den Abergang über denNheinstrom in der Hand. Man kann es nicht scharf genug be-tonen, daß das erste Mal, da Frankreich den Nhein, die Grenze' Galliens mit seinein Staatskörper erreicht hatte, die vielgeprieseneGrenze, den Franzosen als ungenügend erschien. Ich kenne keinenfranzösischen Historiker, der ehrlich genug ist, das hervorzuhebenund Mazarin der Fälschung des französischen Staatsprogrammeszu zeihend
Man hatte so oft feierlich und privatim erklärt,,man wollenur der „deutschen Freiheit" dienen, man stand gar nicht im Kriege
l Ludwig a. a. O. S. 8f.
' Ter Belgier Stienon, der für die französische Patriotenligaarbeitet, bringt es fertig, selbst die Tatsache des Besitzes auf dem rechtenNheinufer zu leugnen! 1^2 rive ^aucke 6u Kinn et I'^quilidre Vuropeenl?etite LidliotKöque cke la I^iZue clez Patriot«« 4, l9l7V S. 16.
Schulte, Finntieich und dos lmle Rheimifer 11 161