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Frankreich und das linke Rheinufer
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notten beruhigte, und mit einer Anleihe begann die Verstrickungder alten stolzen Reichsstadt in französische Politik (1631).

Die Elsässer und Lothringer haben Frankreichs Hilfe nicht ge-rufen. Im Gegenteil. Im Vistum Verdun regte sich der letzteenergische Widerstand, und in Lothringen rang verzweifelt derHerzog und das ihm durchaus treue Land um seine Selbständigkeitgegen die französischen Übergriffe. Die Stadt Straßburg suchte ihrKeil in einer schwächlichen Neutralität. 1621 zog der General desWinterkönigs, Graf Mansfeld, das Kriegselend in die elsässischenGaue, ohne sich dort dauernd behaupten zu können. Das wahreLeid begann im Elsaß erst mit dem Jahre 1630. Den wiederholtenfranzösischen Anerbietungen gegenüber, bei denen feierlich ver-sichert wurde, der König erhebe bei seiner Hilfe keinerlei Anspruch,erwiesen sich die Straßburger spröde, sie hängten ihr Herz an denSchwedenkönig Gustav Adolf/ und damit kam nun die innereRivalität des französisch-schwedischen Bundes zur Geltung.

Richelieu war sehr empfindlich gegen das Erscheinen schwedi-scher Truppen im Elsasse, schon auf das erste Erscheinen von Schwedenauf dem linken Nheinufer hin hatte er, der mit dem Kaiser immernoch in Frieden lebte, Truppen durch das Anterelsaß nach Trierentsandt.

Die Schweden drängten die Kaiserlichen zurück, endlich glaubteder Administrator des Bistums Straßburg, Graf Salm, die StädteZabern und Hagenau nicht mehr halten zu können; den Schwedenwollte er sie nicht einräumen, so verhandelte er mit den Franzosen,die noch immer den Krieg nicht erklärt hatten. Er übergab dieStädte und Ämter der Krone Frankreich bis zum Ende des Krieges,nach Herstellung des Friedens sollte alles wieder zurückgegebenwerden. ^ Waren in diesem Falle Katholiken vertrauensselig, sohatten kurz vorher die protestantischen Behörden der Hanau-Lichtenbergschen Herrschaft durch Vertrag in Vuchsweiler, Ing-weiler und Neuweiler französische Garnisonen aufgenommen.

Der kaiserliche Sieg bei Nördlingen veranlaßte die Schweden,ihre festen Plätze im Elsaß, mit Ausnahme von Venfeld,un-beschadet der Rechte des Reiches", an ihre stillen Bundesgenossen,die Franzosen, einzuräumen, und der zwischen Frankreich, Schweden

^ Vgl. Jacob, Straßburgische Politik vom Austritt aus der Unionbis zum Bündnis mit Schweden (16211632), 1899.

^ Dagobert Fischer, Geschichte der Stadt Iabern, 64.

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