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hat — das Objekt der Politik, die Staatsräson ist die Negel derPolitik. Der Geist der auswärtigen Politik ist der Krieg und dieVergrößerung, sagt Montesquieu.^
Doch die Politik Nichelieus vermied alle brutale Formen,,gab das Äußerste auf den Schein der ilninteressiertheit, sie wartetegeduldig auf Angebote und suchte nicht so sehr sonnenklare Erfolge,welche die Geister erregen und ihre Neigungen dem Gegner zu-wenden, sondern die Verträge wurden in möglichst milde Formeneingekleidet, die unverfänglich für den Gegner schienen, ihm dieHoffnung ließen, daß sie Keime blieben, während sie in Wirklich-keit auf dauernde Erfolge hinzielten. Er schob den offenen Kriegmöglichst hinaus, vor allem dem Kaiser gegenüber, um durchSubsidien die Kämpfe zu verlängern und im Scheine friedlicherHilfe seine Truppen einzunisten, das Vesatzungsrecht in Festungenzu gewinnen und damit die festen Grundlagen von Annexionen.So erreichte er große Erfolge in Lothringen, und der Kurfürst vonTrier und Bischof von Speier Philipp Christoph von Söternhatte 1632 Trier und Ehrenbreitstein französischen Besatzungengeöffnet, 1634 kam auch die wichtige Festung Philippsburg inFrankreichs Hände.
Seit dem Beginne des Dreißigjährigen Krieges richteten diedeutschen Parteien ihr Auge nach Frankreich: Protestanten, weilsie auf den Gegner der Habsburger rechneten, ^ Katholiken, weil sieglaubten, Frankreich werde nie die katholischen Stände ganz steckenlassen. In der Tat rangen in Nichelieu der Kampf wider die Habs-burger und die Sorge um die Zukunft des Katholizismus mit-einander, schließlich hat er doch diese dem Schutze Gottes anheim-gestellt und trat in den Krieg gegen Spanien und den Kaiser ein.
Die deutschen Fürsten hatten ihre Vertreter in Paris, wie derKardinal jetzt seine Agenten ins Neich entsandte, teils weltlicheHerren, vielfach aber auch Geistliche und Ordensleute wie?. Joseph,die besonders den Eindruck der Aninteressiertheit hervorzurufen ge-eignet waren. Anter Nichelieu kam der erste französische Agentnach Straßburg, der die guten Bürger über die Zukunft der Huge-
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2 Am stärksten tat das der leidenschaftlich verblendete Markgraf GeorgFriedrich von Vaden-Turlach. Er bot das linke Nheinufer von Vasel bisKagenau, Straßburg ausgenommen, 1630 Frankreich als Preis für Waffen-hilfe gegen Österreich an. Vgl. die Abhandlung von Obser in Ieitschr. f. d.Gesch. des Oberrheins, N. F., 5.
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