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Frankreich und das linke Rheinufer
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An geistlichen Neichsfürsten und reichsullmittelbaren Prälatenzählte das Elsaß den Abt von Mmbach; die Äbte von Setz und dem

et I.eni-, wumigmatique 6e I^Isace 1887 ni. 50), für sich getrennterscheint sie zum ersten Male auf einer Ottos III. (Nr. 77 S. 158). Ganzgewiß wird niemand den Schluß ziehen dürfen, daß ein Otto III. (^ 0l"ic)IM?) das französische Wappen geführt habe. Die Straßburger Münzetam dann im Laufe des 13. Jahrhunderts an die Stadt. Nie Bistums-tirche war der Mutter Gottes geweiht und als Symbol der Reinheit istdie Lilie schon sehr alt und weithin bekannt: Kraus, F. I., Neal-Cnzyklo-pädie der christlichen Altertümer, 2, 303. Die Vischofstadt Straßburgführte das Bild der Jungfrau Maria in ihrem Vanner, wo das Christus»iind die Lilie in der Hand hält (Abbildung bei von Vorries, Geschichteder Stadt Straßburg, S. 116), auf den Stadtmünzen ist sie seit etwa 1300das eigentliche Münzwappen. Im schönen Stadtsiegel, das aus dem Endedes 12. Jahrhunderts stammt und die Madonna mit dem Chrlstusklndeführt (Abbildung bei von Vorries a.a.O. S. 44), fehlt die Lilie. DieDeutung der Lilie auf die Mutter Gottes haben natürlich umsichtige Forscherwie Julius Cahn, Münz- und Geldgeschichte der Stadt Straßburg, S.41,Und Nn^el et Lerlure, l'raite cle nunÜLinatiyue, 3, 1236.

DieVourbonischen Lilien" treten erst im Anfang des 12. Jahrhundertsals Wappen der französischen Herrscher auf (Gritzner, Heraldik in MeistersGrundriß, 1, 386).

Im 15. Jahrhundert taucht die Meinung auf, daß die Lilie Straß-burgs dem Wappen der Könige von Frankreich angehöre. Über die darausentstandene literarische Fehde handelt Cahn S. 37ff. Trotzdem die Sachelängst aufgeklärt ist, hält Flach, I^e« aMnitez, S. 97 ff. und 113 an dieserkindlich naiven Deutung fest!

Nicht genug damit, erzählt Flach S. 97:Als im 13. Jahrhundert(1262) die Straßburger mit ihrem Vischofe Walther von Geroldseck imStreite waren, stellten sie ihm dieses Emblem entgegen: als ein Zeichen derGüte, mit der einst die alten Könige von Frankreich (Trance) ihre Stadtgeehrt hatten." Welche gleichzeitige Quelle kann Flach anführen? Es wirdum Antwort gebeten.

Fast noch toller ist folgende Leistung Flachs. Er schreibt von Erwin:Dort, in dem zweiten Felde des Tympanons, auf dem Grabe, aus dem derwiedererstandene Christus sich erhebt, sind die Lilienwappen Frankreichs,die Wappen des hl. Ludwig und Vlankas von Kastilien, welche der Architekthat meißeln lassen", und er zitiert dann Albert Dumont.Diese frommeEhrenbezeugung für das Gedächtnis des hl. Ludwig und der Königin Vlancabeweist, daß seit der voraufgegangenen Zeit Beziehungen zwischen Elsaßund Frankreich bestanden, die viel zu wenig bekannt, aber ohne Zweifelnicht minder würdig sind, ans Licht gebracht zu werden" (S. 106, 107).Wer so etwas nachschreibt, sieht sich doch eine Photographie an. Wassteht da? Die Vorderfläche des Grabes ist durch schräge Gitterung dekoriertund in den vielen so entstandenen Feldern ist dekorativ reihenweise eineLilie oder die Darstellung eines Stadttores angebracht. Vom WappenLudwigs und der Wappenburg Vlankas keine Spur. Das Stadttor ähneltdurchaus nicht dem typischen Wappenturm Kastiliens. Wer Ludwig denHelligen hätte ehren wollen, hätte doch das Wappen seiner Gattin Mar-guerite de Provence (seit 1234) angebracht, nicht das seiner Mutter Vlanka

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