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Frankreich und das linke Rheinufer
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war so gezogen, daß die Erzsprengel von Besannen, Trier und Kölnnirgendwo ins Westreich hinübergriffen. Zum MetropolitanbezirkNeims gehörte erstens die sehr ausgedehnte Diözese Cambrai aus-schließlich des Gebietes der civile ^.tredarenZium, die 1094 wiederals selbständiges Vistum erstand, und zweitens die an und östlichder Maas gelegenen Dekanate des eigentlichen Diözesanbezirkesvon Reimst Das Vassigny scheint man für notwendig gehaltenzu haben, um die schmalste Stelle des Mittelreiches etwas zu er»-weitem, es gehörte zum Metropolitanbezirte von Lyon. Die alsogeschaffene Grenze machte die drei Erzbischöfe von denen derBefangner bald dem Neiche Kochburgund zugeteilt wurde undden Bischof von Cambrai zu Hütern der Interessen Lotharingiensund später des Teutschen Reiches. Die Neichsleitung wird sichbesonders auf die Bischöfe zu stützen haben und hat, wie wir sehenwerden, das getan.

Die Teilung von Verdun sollte die Neiche nicht streng ab«schließen, sondern auf die Gemeinschaft des in der Idee noch fort»bestehenden Gesamtreiches rechneten die Teilenden auch weiter, sie"sprachen öffentlich vor den Großen vonunserm gemeinsamenNeiche". Merowinger und Karolinger hatten so oft geteilt, auchdiese Teilung konnte durch das Aussterben einer Linie, wie es sooft geschehen war, wieder beseitigt werden. Sie war ja auch nichtdie letzte; dauernde Bedeutung gewann sie erst durch spätere Er-eignisse.

Das Neich Lothars I. war nur von kurzem Bestände, diewechselvollen Geschicke der Zeiten des absterbenden karolingischenHauses kann ich hier übergehen, genug, im Jahre 925 wurde dernördliche Teil, dessen Südgrenze mit der Nordgrenze des Erz-sprengels von Vesan?on und des Bistums Basel zusammensiel undsie nur im Elsaß nach Süden hin überschritt, dauernd mit dem Ost-reiche, dem Teutschen Neiche verbunden und brachte ihm einenerheblichen Bestand romanischen Volkstums zu, wie im Wesireicheweite germanische Bezirke verblieben. Auch jetzt war der nationaleGedanke kein Grund für die Staatszugehörigkeit, der Gedanke der

l Daß die Metropolitanbezirke, ja die Sprengel selbst durch die zwischenLothringen und dem Ostreiche 843 gezogene Grenze durchschnitten wurden,erhöht nur noch die Bedeutung des umgelehrten Prinzipes an der West»grenze Lothringens. Vgl. auch DucKesne, 525te5 spizcopaux äe la6aule, 3, 26.

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