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und Mainz ab! 3m Zeitalter der Dampfschiffe und der Motorbooteist die trennende Wirkung des Flusses noch mehr vermindert.
Nur einen einzigen Beweis will ich für die geringere Bedeutungdes Nheines als Grenze unterhalb von Mainz anführen. Mankönnte die Ausdehnung der Bistümer über den Strom hinausals Missionsgebiet wegdeuten wollen. Vor mir liegt die aus-gezeichnete Karte: „Kirchliche Organisation im Vereich der heutigenNheinprovinz am Ende des Mittelalters um das Jahr 1450",bearbeitet von Wilhelm Fabricius. Ich beginne am tiefsten Punktedes reichsdeutschen Nheins. Das Archidiakonat kanten geht überden Nhein weg, von der westfälischen Grenze erstreckt es sichüber die verschiedenen Nheinläufe bis an die Maas, ebenso dasArchidiakonat des Tomdechanten von Köln, es streicht von Werdenbis beinahe München-Gladbach. Auf der kurzen Strecke von Wor-ringen bis Lülsdorf ist der Nhein allerdings Archidiakonatsgrenze,aber hier sicherte ja gerade Köln-Deutz den möglichst starken Ver-kehr. Dann legt sich das Archidiakonat Voun bis zur Bistums-grenze auf der Erpeler Ley wieder quer über den Fluß von dersächsischen Grenze bis Gerolstein in der Eifel. In den BistümernTrier und Mainz ist der Nhein allerdings Archidiakonatsgrenze,nur das Archidiakonat von Karden greift über den Strom hinüber.
Ja auch die Unterabteilungen der Archidiakonate und selbstalte Pfarreibezirke erstreckten sich auf beide Seiten des Stromes.^Bei Koblenz und dann auf einer langen Strecke bei Voppard undSt. Goar mußten im Frühmittelalter die Pfarrkinder des rechtenNheinufers auf Kähnen zu ihrer Pfarrkirche kommen! Am Nieder-rhein war es, wenn der Nhein seinen Lauf verlegt hatte, oft jähr-hundertelang der Fall. Bei Nuhrort lag die Pfarrkirche Sälenauf dem anderen Afer, und da hatte der Nhein schwerlich seinenLauf geändert.
Daß der Nheinstrom in einem Kriege ein ernstes, teilweisesogar ein sehr schwer zu überwältigendes Hindernis ist, soll nichtgeleugnet werden. Einem Heere ohne Vrückentrain standen nur dieBrücken der Festungen Straßburg und Mainz bis tief ins 19. Jahr-hundert zur Verfügung. In diesem Weltkrieg haben Väche Ver-teidigungsabschnitte gebildet, wie viel mehr trifft das bei demNheine zu. Doch ist auch nicht zu übersehen, daß die einzige Stelle,
l Dekanat bauten, Duisburg, Neuß und Voppard,
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