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Frankreich und das linke Rheinufer
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Vogesen mündet mit der Mosel viel weiter unterhalb bei Koblenz inden Rhein.

Wenn es keine Geschichte und keine Politik gäbe, so müßtedas llrteil aller einheitlich lauten: Esgibt auf dem Vilde Europas>_w,Wge_/o^gleichmäßig gebaute Flußgebiete "wie das des ^hemesvon Basel bis zu sem er^Nündül Tu^ re ch ^e^hei n ufer^^fastinnner das Spiegelbild des linken. Das erkennt auch der hervor--ragende französische Geograph Vidal de la Vlache an. Er schreibtvon der rheinischen Landschaft: ,,Rntre 163 äiverLSL oontrees äece zronpe naturel il ^ 2 Z^me^rie, corre3pc>ncl2,nce incont.e8tÄ,d1e,inaiL non centlÄliLarion,"^ Jawohl, die rheinische Landschaft, zuder Vidal auck das ganze Lothringen rechnet, ist eine natürlicheGruppe, eine natürliche Einheit, eine Einheit, der allerdings ein zen-traler Punkt fehlt. Insofern ist ein gewaltiger Unterschied gegenüberdein Seinebecken vorhanden, das in Paris seinen einheitlichen Mittel-punkt besitzt. Diese oberrheinische Landschaft hat an ihren EndpunktenBasel und Mainz, in ihrem inneren Teile Mannheim, Karlsruhe,Straßburg, Colmar, Mülhausen und Freiburg als Mittelpunkteeines starken Lebens erstehen sehen, die auch die wirtschaftlich stärksteStadt Mannheim nicht alle von sich hat abhängig machen können.Also wir stimmen mit Vidal völlig darin überein: unbestreitbareGleichheit zwischen den Gliedern, aber nicht ihre Zentralisation.

Bei einen: so langen Einbrüche eines natürlichen Grabens, dender entwickeltste" Strom Europas dur chläuft/ist die gegebeneVer-kehrsrichtung die in der Richtung des Flußtales, des Einbruchs-tales. Wie sich schon oben ergab, ist dieses einheitliche Tal weit <?günstiger, weit stärker mit den östlichen Landschaften verbundenals mit den westlichen. Auch Vidal de la Vlache zeigt das underläutert es auf seiner wertvollen Karte. Die burgundische Pforteund der Paß von Zabern, der unschwer auf die lothringischenTerrassen hinaufführt, sind die einzigen Pässe des Elsasses vonBedeutung, alle anderen haben nur gelegentlichen Einfluß gehabt.So würde der rein geographische Standpunkt für die obcrrhemischeTiefebene eher in dem Vogesenkanune en,e natürliche Grenze findenals in dem des Schwarzwaldes: in jenen weiten, menschenarmenWaldgebieten an der oberen Mosel, die nun schon fast vier Jahreeines Weltkrieges ohnegleichen als natürliche Grenze sich bewähren.

^ In I^avizze, I-Iiztoile cie ?iance, 1, 1, 186.

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