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73Stück.VON FENELON in Lebens=Beschreibun-gen der alten Weltweisen p. m. 196.zusagen pflegete: Daß er nicht begreifen könn-wie ein Mann, der sich anmaßte, dieTugend zu lehren, dabey an seinen Eigennuzgedenken könnte, als ob nicht schon dieses Vor-eil genug wäre, einen ehrlichen Mann, undeinen guten Freund aus einem Schüler zumachen: könnte (sage ich) etwas niederträch-eres gemeldet werden, als daß er seinen ei-genen Lehrsäzen zuwider für, und ums GeldTugend gelehret habe? Wie viel nieder-chtiger wird dann nicht von dem Welt-ostel, ich will nicht sagen gemeldet, son-rn nur gedacht werden, daß er für Geld ge-prediget haben solle; ohnerachtet er so viel,oftmals betheuret, daß er kein Geld, keinere, noch zeitlichen Nutzen suche, sondernlediglich die Seelen zu gewinnen, undKirche Christi zu vermehren trachte:Bürde von dem heydnischen Weltweisen nichtUnruhm gesagt werden, daß er für GeldTugend angepriesen, und verkündet habe?Mit welch=grossem Unruhme wird dann vonnem Abgesandten Christi, von einem aus-wählten Gefässe, von einem Lehrer dererVölker, von einem, der bis in den drittenHimmel verzüket, und dessen Obliegenheitgewesen, daß Evangelium anzukünden: Eretumevangelizem, non est, quod glorier, ne-essitas enim mihi incumbit. Vae autem mihinisi evangelizem.