Ermunterung für Gelehrte und Studierende.^
er gekannt hat, frühzeitiger, als andre Menschen,gestorben sind, und um eine genaue Vergleichunganzustellen, müssen wir die Universitäten und Colle-gien, wo viele Gelehrte beisammen leben, durchge-hen , und dieselben mit einer eben so starken AnzahlMenschen, welche andre Geschäfte treiben, oder dieganzlich ohne alle Beschäftigung leben, vergleichen.Man wird die Anzahl sehr bejahrter Personen ziem»lich von gleicher Stärke finden. Ich kann dieß füreine ausgemachte Wahrheit ausgeben, indem ich deß-halb die allergenaueste Untersuchung angestellt habe,die nur immer möglich ist. Es giebt wohl keine Uni»versitat, wo nicht vier bis fünf, unter dreißig bisvierzig Personen, von geistlichen Stande über sieben»zig Jahre alt würden. Man hat das Nämlicheauch unter denen, die blos profane oder rechtlicheWissenschaften trieben, bemerkt. Und wir werden auchkeine größre Anzahl solcher bejahrter Grciße unter de«nen antreffen, die völlig frei von allen Geschäften undSorgen ihre Tage verleben.
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Die Stärke meines Schlusses wird noch mehrerhellen, wenn wir die vielen geistlichen Orden be>trachten, woselbst eine Vergleichung sehr leicht anzu»stellen ist. Wir werden immer eine größre, oderwenigstens eine gleiche Anzahl von Greißen unter de»nen, die Wissenschaften treiben, als unter denen, dieblos für das Chor, oder die Haushaltung im Klosterzu führen, bestimmt sind, antreffen.
iucian
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