ll4 2. Abschnitt. 10. Hauptstück.
oder wo irgend ein hohes Gebirge bisweilen mittenim Sommer zu plötzlichen Stürmen Anlaß giebt.
Man halt auch dieß für höchst ungesund, desNachts im Schlafzimmer, wenn im höchsten Som-mer die Nächte ganz außerordentlich heiß sind, dieFenster offen zu lassen. Ich muß aber gestehen, daßich es für meine Person, so wie viele andre, ohnenur den allergeringsten Nachtheil davon zu verspü-ren, o^than habe, obgleich das Wetter ganz außer»ordentlich schwüle war. Jedoch kann dieses gleich»wohl nicht unter solchen Himmelsstrichen, von denenwir oben geredet haben, und welche plötzlichen Ab»kältungen ausgesetzt sind, ohne Gefahr unternommenwerden, wenn man nicht die Fenster, welche gegendie Seite des Gebirges oder die Gegend liegen, wo»her eben die außerordentlichen Verandrungcn entste«hen, zuHalt. In Städten, wo man alle Excre«mente auf die Gassen schüttet, müssen natürlicherWeise die Fenster des Nachts zugehalten werden.
Ich muß nun noch vornehmlich von einem dervornehmsten Stücke zur Erhaltung der Gesundheit,von unserm Trinkwcisser, einige Bemerkungen bei-fügen. Die gemeinen und wahrscheinlichen Kenn,zeichen eines guten Wassers zum ordentlichen Geträn-ke sind folgende: es muß durchaus keinen Geschmackhaben, klar, helle, durchsichtig und glanzend, wieKrystall seyn; ferner geschwind heiß, und eben sobald wieder kalt werden, und überdieß jede Sub,stanz hurtig zum Kochen bringen. Allein daß der
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