185Eilftes Stück.legatur, non valet legatum, quia praesumi-tur in fraudem. Andern Theils würde auch we-der die Landsordnung, welche die München undKlosterjungfrauen von den Seit= und Beyfällen aus-schließet, noch die Verordnung vom 30 August37, Kraft welcher von den ingressis ein weiteresnicht dann 1500 Gulden, sive per testamentum,sive per donationem, vel alium actum intervivos, aut quocunque alio titulo, seu prae-textu in die Klöster verschaffet, forthin so weißdirecte, vel indirecte zugewendet, oder sonstenab intestato gelassen werden solle, lange bestehenund vieles würken, wann es erlaubt seyn sollte, dem-jenigen K'ester, worinnen ein Anverwandter oderAnverwandtinn lebet, die Erbschaft zu milden Stif-tungen oder ad pios usus überhaupt zu geben undzuzuwenden. Ja, da die Landsordnung will und ge-bietet, daß, die den München und Klosterjung-frauen anerfallenden Seit= und Beyfälle bey desverstorbenen Rechtsgesippten weltlichen Standes ver-bleiben sollen; so kann man auch mit demARGENTREO in Consuet. Briton. Art.218. Gloss. 5. num. 30.wohl sagen: Caeterum ut maxime pietas hac inre colenda sit, sic tamen coli debet, ne alterae diverso pietas offendi possit: Nec enim mi-nor pietas debetur liberis, quam ecclesiae. Notaest, & etiam Accursius legerat Augustini epi-stolam ad Edilium, qui non putat hac quidemin re Ecclesias anteferendas, & illud celebreApostoli: Qui suis non providet, infidelis es-M 5
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