Druckschrift 
6 (1779)
Entstehung
Seite
130
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130Zehntes Stück.Wann also die Landesordnung nur von dem wahrenHeyrathsgute zu verstehen; so mag dieselbe auch da-hier kein Ziel und Maaß setzen; anerwogen dasHaus und Rittersitz L. dem Hofrathe von G. einig,alleinig und ausdrücklich zum Heyrathsgute gegebenworden, und folglich die strittige Länderen unter derZahl derjenigen Güter gehöret, welche Nebengütetzu Latein paraphernalia genannt werden.§.19So viel diese Nebengüter anlanget;nach den Römiſchen Geſetzen die Frau zwarvöllige Eigenthümerin und selbige ohne des MannesWissen und Bewilligung zu veräußern bemächtigVelles, nec ne (sind die WorteL. 6. Cod. de revocand. Doñat.)filio tuo praedia, itemque mancipia donare,suit in initio tibi liberum. Desine itaquerevo-stulare, ut donatio, quam perfecerascetur, praefextu mariti & liberorum absentiac:cum hujus firmitas ipsorum praesentia nondigeat. Gleichwol kann auch der Mann mitsen Gütern schalten und walten, wann entwedetFrau ihm die Verwaltung zuläst und gestattet,L. 11. Cod. de Pact. convent.oder wenigstens nicht widerspricht, noch verbietetHac lege (also heisset es.in L. 8. Cod. cit. Tit.)decernimus, ut vir in his rebus, quas extradotem mulier habet, quas gracci paraphernadicunt,