#175①Ursachen der Fieber in einem sauren Fermentdes Saftes der pancreatischen Drüse gefun-den zu haben, und gab daher allen seinenKranken die ölichte, flüchtige, laugenhafteSalze: er schrieb selbst die Ursache der Kin-derpocken einem sauren Ferment zu; und vanHelmont, welcher glaubte das Seitenstechenkäme von einer Säure her, machte hiedurcheine traurige Erfahrung mit sich selbst, da erkeine andere, als der Säure widerstehendeMittel nahm, wie sein Sohn in der Vorre-de zu dessen Werken erzählet. 2. Aus diesenSätzen entstanden nun die verschiedene Hy-pothesen, welche die Schüler dieser sonst ge-lehrten Männer ausdehnten, und allerley Fer-mente, saure, kalinische, salzige, mittelsal-zige ꝛc. ꝛc. erdichteten, und zum Grund inder Theorie und Praktick zum größten Scha-denEs scheinet allerdings, daß die Fermenten vonvielen und vielleicht von den mehresten Krank-heiten, scharfer, saurer Natur seyen, und erstdurch die Succession der Gährungen faulend wer-den; unterdessen folgt deswegen gar nicht, daßdie uns bekannte der Säure widerstehende Mit-tel, selbige heben. Beim Anfang des Frieselsscheinet sich ziemlich offenbar eine Säure zu zei-gen; wenn aber ein Arzt solche durch Potaschedämpfen wollte, so würde man ihn mit Rechtauslachen. So lange wir noch nicht die eigent-liche Natur solcher Säure kennen, so lang kön-nen wir auch mit keiner Gewißheit ihr Gegen-gift bestimmen. Wie sehr unterscheiden sich nichtdie Säure des Arseniks, des Urins 2c. 2c. vonallen andern?
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