Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
123
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Ein Gedicht.123griff mich in meinem Jammer; mitten in meinenThränen hob er die Segel. Er scheute den zu-rückkehrenden Lathmon, den Bruder der unglück-lichen Oithona! Aber sieh', er kömmt mit seinemVolk! die dunkle Welle theilt sich vor ihm! Mor-nis Erzeugter, wo wirst du deine Schritte hin-wenden? Zahlreich sind die Krieger deines Feinds!"Meine Schritte wandten sich nie vonder Schlacht, sprach Gaul, und zog seineKlinge, " soll ich dann, Oithona, zu fürchtenbeginnen, wenn deine Feinde sich nah'n? Gehzu deiner Höhle, meine Liebste, bis unser Kampam Felde aufhöre. Sohn von Leth, bring' dieBogen unserer Väter! bring' Mornis schallendenKöcher! Laß' unsere drey Krieger den Bogen ge-brauchen. Wir selber wollen die Lanze erheben.Sie sind ein Heer auf dem Felsen! Unsre Seelensind stark in dem Krieg!Oithona schritt' zu der Höhle. Einestörrische Freude hob sich an ihrer Seele, wie derrothe Pfad des Blitzes, in einer stürmischen Wol-ke! Ihre Seel' war entschlossen; an ihrem wild-blickenden Aug' waren die Zähren vertrocknet.Langsam ruckte Dunrommath voran. Er sahden Erzeugten von Morni. Verachtung zog seinAntlitz zusammen. Ueber seine dunkelbraune Wangebreitet sich ein Lächeln; halb verborgen rollte seinflammendes Aug unter seinen borstigten Aug-braunen!Woher sind die Söhne des Meers?begann der düstere Führer. "Haben die Windeeuch