Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
87
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Ein Gedicht.87gefallene Balclutha gesehn? und soll ich fried-lich speisen mit Comhals Erzeugtem, Com-hals! der sein Feuer mitten in die Hallen mei-nes Vaters geworfen! ich war jung, und wußtenicht, warum die Jungfrauen weinten. MeinemAuge gefielen die Säulen von Rauch', da sie übermeine Mauren sich hoben! Oefters sah' ich mitFreuden zurück, indem meine Freunde längs demHügel geflohn. Da aber die Jahre meiner In-gend gekommen, und ich das Moos meiner ver-fallenen Mauren gesehn: erhoben sich meine Seuf-zer mit dem Morgen; mit der Nacht fielen mei-ne Thränen. Soll ich nicht kämpfen, sagt' ich zumeiner Seele, gegen die Kinder meiner Feinde?Ja, ich werd kämpfen, O Barde! ich spüre dieStärke meiner Seele.Sein Volk sammlete sich um den Held,und zückte auf einmal ihre blitzenden Schwerter.Er steht in der Mitte, wie eine Säule von Feuer;Thränen stehn in seinem Aug'; denn er dachte andas verfallene Balclutha; der versammelte Stolzseiner Seele erhob' sich. Seitwärts sah' er denHügel hinauf, wo unsere Helden in Rüstungenblitzten; in seiner Rechten bebte der Speer: vor-wärts gelehnt, schien' er dem König' zu drohen.Soll ich, sagt Fingal zu seiner Seele,dem Jüngling' auf einmal begegnen? Soll ichihn hemmen in Mitte seines Laufs, eh' seinRuhm sich hebt? Aber der künftige Barde könntsagen, da er das Grab Carthons beschaut; sei-ne Tausende hat Fingal zur Schlacht genom-men, eh' Carthon der großmüthige fiel'. Nein:Barde künftiger Zeiten! du ſollſt den RuhmFingals3 4