Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
63
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Ein Gedicht.Cathulla. Als man den Stein (*) des Ruhmsvon Annir erhob', kam' Frothal in seinem Ver-mögen. Die Schlacht brannte um Carric-Thu-ra, und die moosigten Mauern von Sarno.Auf Inistore erhob sich der Morgen;Srothal schlug auf seinen dunkelbraunen Schild.Seine Führer sprangen auf, bey dem Klang'; siestanden, aber nach dem Meer' waren ihre Augengekehrt. Sie sah'n Zingal in seinem Vermögensich nah'n; und der edle Thubar brach' am erstendas Schweigen. " Wer kömmt wie der Hirschder Einöde, mit all seiner Heerde hinter sich?Frothal, es ist ein Feind! ich seh' seinen drohen-den Speer. Vielleicht ist es der König von Mor-ven, Fingal der erste der Menschen? In Loch-lin sind seine Thaten bekannt; das Blut seinerFeinde befärbt die Hallen von Starnd. Sollich den Frieden der Könige (**) begehren? SeinSchwert ist der Donner des Himmels!Sohn der kraftlosen Hand, sagte Frothal,soll ich meine Tage in Wolken beginnen? Sollich weichen, bevor ich gesiegt, du Führer des süb-migten Tora? Das Volk würd sagen in Sora,Frothal floh', wie ein Luftbild; aber es begegne-te ihm Finsterniß; und sein glänzender Ruhmverschwand.(*) D. i. nach dem Tode Annirs. Einem Zu Ehren denStein des Ruhms aufrichten, hieß so viel, als, daßer gestorben seye.**) Ehrliche Friedens=Bedingnisse.