Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
59
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Ein Gedicht.59Stein des Vermögens bekränzet den Gipfel! einenges Thal spreitet sich unten, mit Gras und al-ten Bäumen bedeckt, die mitternächtliche Winde,in ihrem Zorn' vom rauhen Felsen gerissen. Dortist der blaue Lauf eines Stroms! Der einsameHauch des Meers, verfolgt die Bärte der Disteln;die Flamme dreyer Eichen stiege empor: das Gast-mahl ist umher gespreitet: aber die Seele des Kö-nigs ist traurig, wegen Carric-Thuras nothlei-dendem Fürst.Der bleiche und frostige Mond, erhob' sichin Osten. Der Schlaf stieg' auf die Jünglingenieder! ihre blauen Helme schimmern zum Strahl;das sterbende Feuer vergeht. Der Schlaf aberruhte nicht auf dem König': er hob' sich mittenin seinen Waffen, und stieg' langsam den Hügelhinauf, die Flamme des Thurns von Sarnezu seh'n.Die Flamme war düster und fern; derMond verbarg' in Osten sein rothes Gesicht; esstieg' ein Windstoß vom Hügel herab, auf seinenSchwingen war Lodas Gespenst. Es kam' zuseiner Heimat, umringt mit seinen Schrecken (*und schüttelte seinen düstern Speer. In seinemdunkeln Gesicht' glüh'n seine Augen wie Flam-men; seine Stimme gleicht entferntem Denner.Fingal stieß seinen Speer in die Nacht, und hebſeine maͤchtige Stimme.Zieh*) Es wird im Gedichte: der Tod Cuthullins in einemGleichniße eingeführt.