Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
55
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Ein Gedicht.ten die Winde nicht mehr; nicht mehr den brau-senden Baum. Der Jäger ist weit in der Ferne;er ist im Felde der Gräber. Ihr Fremden! ihrSöhne der Wellen: schont meines liebreichenSchilrickShilric.Wenn ich im Felde muß fallen, heb' hoch,o Vinvela, mein Grab. Graue Steine, undein Hügel von Erde, sollen mich bey der Nach-welt bezeichnen. Wenn der Jäger bey dem Hau-fen wird sitzen, wenn er zu Mittag seine Spei-se geneußt, wird er sagen; "Ein Krieger ruhthier; und mein Ruhm soll leben in seinem Lob'Erinnere dich meiner, Vinvela, wenn ich aufder Erde erlieg'!Vinvela.Ja! ich werd mich deiner erinnern; ach!mein Shilric wird fallen! Mein Liebster! wassoll ich thun, wenn du auf ewig vergiengst? Ichwerd diese Hügel im Mittag durchstreichen: dieschweigende Heyde durchgehn. Dort werd ich denPlatz deiner Ruh, wenn du von der Jagd zu-rückkehrtest, beschaun. Ach! mein Shilric wirdfallen; aber ich werd meines Shilrics gedenken.Und ich gedenke des Führers, sagte derKönig des waldigten Morven; er verzehrte dieSchlacht in seiner Wut. Aber itzt seh'n ihn mei-ne Augen nicht mehr. Ich traf' ihn einsi aufdem Hügel; seine Wange war bleich, seine Stirnwar finster. Aus seiner Brust brach' öfters derSeufzer; seine Schritte giengen zur Wüste. AberistD 4