Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
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STürrie-Thurg.EinGedicht.Fast (*) du deinen blauen Lauf in demHimmel verlassen, du goldhaarigter Sohnder Luft! Der West hat seine Thore ge-öfnet; dort ist das Bett deiner Ruh'. Die Wel-len versammlen sich, deine Schönheit zu betrach-ten. Sie heben ihre zitternden Häupter. In dei-nem Schlaf' seh'n sie dich liebreich; sie beben zu-rücke mit Furcht. Ruh' in deiner schattigten Höh-le, o Sonne! kehr' mit Freuden zurück.Laß aber tausend Fackeln aufsteigen, zudem Schall' der Harfen von Selma: laß sich dieStrahlen in der Halle herum spreiten, der Kö-nig der Muscheln ist zurückgekehrt! der Streit vonCarun ist vorbey, (**) wie ein schon verlohr-D 2ner(*) Ullins Gesang, mit welchem das Gedicht sich eröfnet,ist im Lyrischen Silben-Maaße. Fingal pflegte,wenn er von seinen Zügen zuruckkam, seine Bardenmit Liedern vor sich her zu schicken. Diese Art vonTriumphe nennt Ossian das Siegs-Lied.(**) Ossian hat den Streit von Crona in einem beson-dern Gedichte beſungen.