28Cathlodawie zwo Eichen von verschiedenen Winden gebo-gen; jede hangt über ihren brüllenden Strom,und schüttelt ihre Aeste im Laufe der Stürme.Annir,“ sagte Starno, der Gebieter derSeen, “ war ein vormahls verzehrendes Feuer.Er schoß Tod von seinen Augen, längs den käm-pfenden Feldern. Er frolockte im Sterben derMenschen. Ihm war Blut, wie ein Strom imSommer, der von seinem mooßichten Hügel denverwelkten Thälern Freude ertheilt. Er stürztezu der See Luth-Cormo heran, dem hohenCorman-Trunar von Urlors Strömen, demBewohner des Flügels der Schlacht zu begegnen.Zu Gormal kam' Urlors Gebieter,mit seinen schwarzbusigten Schiffen. Er sah' dieTochter von Annir, die weisarmigte Faina=Bra-gal. Er sah' sie! auch rollten ihre Augen nichtsorglos, an dem stürmischer Wogen=Besteiger. Sieflog' im Dunkel zu seinem Schiff', wie ein Mond-strahl durch ein nächtliches Thal. Annir verfolgteihnwir, daß der Dichter sie sehr künstlich unterscheidet.Beyde waren düster, unbiegsam, stolz, und zurückhal-tend. Aber Starus war überaus listig, rachgierig,und grausam. Swarans Gemüth, obwohl roh, warminder Blutdürstig, und nicht ohne alle Großmuth.Man handelt gegen Ossian ungerecht, wenn manihn der Gleichförmigkeit seiner Charaktere beschuldigt.
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