Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
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10CathlodaTorcul=Torno wohnte einst, " sagtesie, "bey Lulans schaumichtem Strom': er wohn-te aber in der Halle von Loda schüt-telt er itzt die hallende Muschel. Er begegneteStarno von Lochlin im Krieg'; lang foch-ten die düsterangigen Fürsten. Mein Vater fielin seinem Blut', der blauschildichte Torcul-Tor-no! Nicht weit von Lulans Strom', durchdrangich beym Felsen ein hüpfendes Reh. Meineweiße Hand sammlete meine Locken von all denstürzenden Winden. Ich vernahm' ein Getös. Mei-ne Augen erstarrten. Mein sanfter Busen hub' sichempor. Ich schritt' zu Lulan voran, dich Tor-cul-Torno zu treffen! es war Starno, derſchreckbare König! ſein rothes Aug rollte in Liebeauf mich. Düster wälzten sich seine borstigten Aug-braunen über sein versammletes Lächeln. Woist mein Vater: sagt' ich, "Er, der so mäch-tig im Krieg war? Du bist allein unter Feindenverlaßen, o Tochter von Torcul=Torno! Er griffmeine Hand. Er spannte die Segel. Er stelltemich düster in diese Höhle. Zu Zeiten kömmt er,ein versammleter Nebel. Er hebt vor mir denSchild meines Vaters. Aber oft gleitet ein Schim-mer (*) der Jugend, ohnweit von meiner Höhlevorbey. Starno's Erzeugter schreitet vor mir. Ein-sam wohnt er in meiner Seele.Mädchen(*) Dadurch erscheint es, daß sie den Swaran, Sohnvon Starno, worinn sie sich in ihrer Gefangenschaft ver-liebt hatte verstehe.