151
Briefe, dann klagte man Brosii der Majestätsverletzungan und bewirkte, daß er gesanglich nach Düsseldorf ge-führt wurde. Hier mißhandelte man ihn auf allerleigrobe und niemals erhörte Weise und führte ihn miteiner, Wache von 150 Mann nach Iülich. Erst im Maibegann die regelrechte Prozedur. Als im Oktober derKurfürst hierher zurückgekehrt war, eskortierten 110 Mannden Verfolgten wieder nach Düsseldorf, später mit 180Main, nach Iülich zurück. Dann aber wurde er aus demGefäiignis entlassen uud ohne daß ihm irgend eine Mit-teilung gemacht wurde, nach Düsseldorf gebracht. Hierempfing er se nen Degeu zurück, der ihm in Wien abge-nommen wordcn war." Doch erst 1720, als die Gutachtenmehrerer Universitäten eingefordert worden waren, wurdeBrosii wieder in seine Chargen eingesetzt und ihm nochdie Anwartschaft auf das Vize-Kanzelariat gegeben, anchbefohlen ihn in den Besitz seiner Güter einzusetzen unddem Geheimen Rat in Düsseldorf die Exekution befohlen. —So die lange Leidensgeschichte eines hochgestellten Bür-gers, wie sie uns anscheinend von ihm selber in einemgedruckten Promemoria geschildert wurde. Reflationenerlasse man uns. Das Haus in der Bolkerstraße erlangteBrosii 1726 wieder zurück. Er hinterließ drei Tochter)die älteste heiratete den Vogt von Gladbach von Brück;die zweite Johanna Maria Katharina den HofratAdam Michael Mappius, die dritte KatharinaIsabellll den Ferdinand von Bronfeld. Map-pius kauft 1739 von den Erben von Brück derenDritleil, später aber und zwar am 13, April 1752 ver-kaufen die Kinder Mappius: Wolfgang Mappius,Kanonikus zu Kaiserwerth, und Adelheid Joseph aMappius im Verein mit den Kindern von Bron-feld: Franz Karl und Maria Anna das Hausan den Kaufhändler Johann Wilhelm Engelbertz.Dieser war der Sohn des Kauf- und HandelsmannsTillmann Engelbertz und der Johanna Ka-tharina M nur en brech er. Er machte enormeSchulden, doch erklärte sich die Mutter bereit, sie zu zah